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Intel übertrifft trotz Umsatz- und Gewinnrückgang die Erwartungen

16.04.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Dem Chipriese Intel gelang es im ersten Geschäftsquartal 2003, trotz leichtem Gewinnrückgang die mittlere Erwartung der Wall Street zu erfüllen: Verglichen mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum sank der Nettoprofit um zwei Prozent von 936 Millionen auf 915 Millionen oder 14 Cent pro Aktie. Die von First Call Thomson befragen Analysten hatten im Schnitt lediglich ein Plus von zwölf Cent je Anteil erwartet. Die Einnahmen lagen mit 6,75 Milliarden Dollar leicht unter dem Niveau des Vergleichsquartal (6,78 Milliarden Dollar), übertrafen jedoch die Analystenprognosen. Intel hatte Anfang März seine Umsatzerwartung wegen der schwachen Nachfrage im Flash-Memory-Geschäft auf 6,6 bis 6,8 Milliarden Dollar gekürzt, zuvor war das Unternehmen noch von einem Umsatz im Bereich von 6,5 Milliarden bis sieben Milliarden Dollar ausgegangen (Computerwoche online berichtete). Dank der unerwartet hohen Nachfrage nach (Notebook-)Prozessoren konnte Intel jedoch die Einbußen im Speichergeschäft auffangen. Während die Communications Group bei Einnahmen von 503 Millionen Dollar einen operativen Verlust von 140 Millionen Dollar auswies, erzielte der Bereich Architecture Business Group bei 5,76 Milliarden Dollar Umsatz einen Betriebsgewinn von 1,91 Milliarden Dollar. Die Wireless-Sparte weitete ihren operativen Verlust im Vergleich zum Vorjahr von 68 Millionen auf 94 Millionen Dollar aus. Regional betrachtet steuerte der asiatisch-pazifische Raum 39 Prozent zu den Gesamteinnahmen bei, gefolgt vom amerikanischen Kontinent (29 Prozent), Europa (24 Prozent) und Japan (acht Prozent).

Finanzchef Andy Bryant bezeichnete den aktuellen Berichtszeitraum als solides Quartal, warnte jedoch gleichzeitig vor zuviel Enthusiasmus. Nach wie vor gäbe es keine klaren Anzeichen auf eine fundamentale Verbesserung in der Branche, so Bryant. Für das laufende zweite Quartal stellt Intel Einnahmen zwischen 6,4 Milliarden und sieben Milliarden Dollar in Aussicht. Die Bruttogewinnmarge soll im Vergleich zum vorangegangenen ersten Quartal von 52 auf 50 Prozent zurückgehen. (mb)