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Intel testet Wimax-Technik mit Sprint

06.05.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Chipkonzern Intel wird ein Funknetz auf Basis der Wimax-Technologie gemeinsam mit dem US-amerikanischen Carrier Sprint testen. Für das TK-Unternehmen ist die drahtlose Technik interessant, weil es eines der größten nordamerikanischen Datennetze betreibt. Dieses soll dergestalt aufgerüstet werden, dass mobile Nutzer Daten künftig mit einer durchschnittlichen Übertragungsrate von 400 bis 700 Kbit/s senden und empfangen können. Die Werte liegen zwar deutlich unter den maximalen Übertragungsraten des stationären Wimax-Funks. Indes muss sich die Industrie erst auf einen mobilen Wimax-Standard (IEEE 802.16e) verständigen. In einigen Jahren soll der Prozess abgeschlossen und erste Chips für Notebooks und PDAs in Serie erhältlich sein.

Im Rahmen der Messe "Interop 2005" in Las Vegas hat Intel zudem ein großes Wimax-Testnetz betrieben. Von der Spitze des Stratosphere-Hotels sendete eine Basisstation Signale bis zu zwölf Meilen in die Wüste. Zwar brach die Video-Verbindung wegen starken Windes zwischenzeitlich ab, doch konnte Intel eine Übertragungsrate von bis zu 7 Mbit/s verzeichnen. Gesendet wurden Live-Videos. Wimax soll wegen seiner großen Reichweite die Lücken füllen, die zwischen den WLAN-Funkzellen bestehen. Beobachter sind geteilter Meinung, ob Wimax auch der Handy-Technik UMTS gefährlich werden kann. (ajf)