Tablets, 2-in-1-Geräte und Notebooks

Intel startet mobile Core-CPUs der 6. Generation

Christian Vilsbeck war viele Jahre lang als Senior Editor bei TecChannel tätig. Der Dipl.-Ing. (FH) der Elektrotechnik, Fachrichtung Mikroelektronik, blickt auf langjährige Erfahrungen im Umgang mit Mikroprozessoren zurück.
Tablets mit Windows 10 und doppelter Performance eines iPad Air 2 sowie 10 Stunden Laufzeit - das ist nur ein Versprechen von Intels neuen Skylake-Prozessoren.

Intels mobile Core-Prozessoren der 6. Generation - was ist das überhaupt? Laut Intel ist es ganz einfach: das sind die besten und energieeffizientesten Modelle überhaupt; wäre auch seltsam, wenn sie schlechter als die Vorgänger sind. Aber auch das gab es schon in der Vergangenheit in der Welt der Prozessoren...

Doch zurück zur sechsten Generation: Hierbei handelt es sich wieder um mobile Core i3, Core i5 und Core i7 mit neuen Modellnummern sowie die neuen Core m3, Core m5 und Core m7 - die Details und Unterschiede erläutern wir noch im Artikel.

Alle neuen mobilen CPUs sind für den Einsatz in Tablets, 2-in-1-Geräten sowie Notebooks vorgesehen und basieren auf der neuen Skylake-Architektur. Bei Skylake handelt es sich um eine Mikroarchitektur, die Intel wieder schrittweise für seine Prozessoren der Serien Celeron, Pentium, Core und Xeon zum Einsatz bringen wird. Die Fertigung von CPUs mit Skylake-Architektur erfolgt unverändert mit 14 nm Strukturbreite. Im Vergleich zu den Vorgängern mit der sogenannten Broadwell-Architektur hat Intel an vielen kleinen Schrauben gedreht, um die Befehlsverarbeitung schneller und effizienter zu machen. Das gleich gilt für die im Prozessor integrierte Grafik-Engine.

Effizienter, sparsamer, kleiner: Laut Intel sollen mit den Skylake-basierenden Core-Prozessoren der 6. Generation noch kleinere Formfaktoren und dünnere Geräte möglich sein. Die mobilen Core-Prozessoren mit Skylake-Architektur skalieren von 4,5 bis 45 Watt. Damit decken die CPUs lüfterlose Tablet ebenso ab wie leistungsstarke Notebooks.

Wachstumsmarkt 2-in-1s

Neben Tablets mit Windows 10 bezeichnet Intel vor allem die 2-in-1-Geräte als den großen Wachstumsmarkt. Hierbei handelt es sich um ein Notebook und Tablet in einem Gerät. Typischerweise ist bei dieser Gerätegattung die Tastatur abnehmbar. Während es 2013 laut Intel rund 25 Designs von 2-in-1-Geräten gab, seien aktuell über 80 verschiede Modelle im Markt. Einer Studie "Intel Buyer Study Q2/2015" zufolge sollen wollten 50 Prozent der Käufer eigentlich ein Tablet, gingen aber mit einem 2-in-1-Gerät aus dem Laden.

Für Tablets und eben die 2-in-1-Geräte sieht Intel seinen neuen Prozessoren der Serien Core m3, Core m5 und Core m7 vor. Beim Vorgänger mit Broadwell-Architektur gab es nur eine Serie "Core M" mit verschiedenen Modellnummern 5Yxx. Bei den neuen Skylake-basierenden Modellen führt Intel analog zu den Core i3, i5 und i7 nun die Serien Core m3, m5 und m7 ein. Damit sollten Käufer von Geräten die Leistung der Prozessoren besser einordnen können.