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Intel startet eigenes Zertifizierungsprogramm für Server-Komponenten

15.06.2004

Intel wird künftig seine vorgefertigten Server-Bausteine rund um Motherboard, Prozessor und Hauptspeicher selbst zertifizieren. Damit soll sichergestellt werden, dass diese Building-Blocks problemlos mit Komponenten anderer Software- und Hardwarehersteller zusammenarbeiten.

Das Programm soll es in erster Linie für kleine Server-Hersteller einfacher machen, Rechner auf Basis von Intels Xeon- und Itanium-Prozessoren zu entwickeln und zu verkaufen, erläutert David Wheat, Senior Marketing Director der neuen Enterprise Server Acceleration Alliance von Intel. Während große Server-Hersteller meist eigene Zertifizierungsprogramme unterhielten, fehle es kleineren Anbietern in aller Regel an den dafür notwendigen Ressourcen. Mit der Intel-Zertifizierung entfalle dieser Aufwand.

Zu den Unternehmen, deren Produkte Intel auf Kompatibilität mit den Server-Komponenten testet, gehören unter anderen Oracle, Quantum, Infinicon und EMC. Der unabhängige Analyst Peter Glaskowsky geht davon aus, dass damit die kleineren Server-Hersteller mehr Chancen im Wettbewerb mit den Schwergewichten der Branche bekämen.

Die Intel-Verantwortlichen bekräftigten, sich auch künftig weitgehend aus dem Server-Geschäft heraushalten zu wollen. Zwar fertigt der Chiphersteller komplette Itanium- und Blade-Server. Diese würden jedoch unter dem Label anderer Hersteller verkauft. Intel werde sich auch künftig auf den Verkauf von Building Blocks für Server konzentrieren, erklärte Wheat. (ba)