CES

Intel setzt für Smartphone-Erfolg auf Schwellenmärkte

08.01.2013
Intel setzt für einen Durchbruch im Smartphone-Geschäft auf Wachstumsmärkte wie Afrika, Lateinamerika und China.
Intel-Manager Mike Bell zeigt auf der CES 2013 eine Smartphone-Referenzplattform mit neuem Atom-Chip.
Intel-Manager Mike Bell zeigt auf der CES 2013 eine Smartphone-Referenzplattform mit neuem Atom-Chip.
Foto: Intel

Inzwischen gebe es eine ganze Reihe von Smartphones großer Hersteller mit "Intel inside", betonte Intel-Manager Mike Bell am Montag auf der CES in Las Vegas. Im Geschäft mit den boomenden Smartphones hatte der weltgrößte Prozessoren-Hersteller bisher das Nachsehen gegenüber dem britischen Chip-Designer ARM, dessen Prozessoren deutlich weniger Energie verbrauchen.

Der Markt in diesen Ländern dürfte bis 2015 auf 500 Millionen verkaufte Smartphones wachsen, hofft das Unternehmen. Intel stellte in Las Vegas dafür eine neue Generation seiner Atom-Chip-Plattform vor, die für den mobilen Betrieb konzipiert ist. Bei ihr sei der Energiehunger so stark gedrosselt worden wie noch nie in der Firmengeschichte, sagte Bell.

Mit zusätzlichen Funktionen wie ein doppelter Sim-Karten-Slot, integrierter Radio-Empfang sowie drahtlose Übertragungsmöglichkeiten auf größere Displays ("WiDi") sollen die Geräte den Markt erschließen. In den Industrieländern wie Europa und Nordamerika will Intel über Tablets und Hybrid-Geräte das mobile Geschäft stärken. Für Ende 2013 kündigte der Chiphersteller erste Tablets mit dem Vierkerne-Prozessor "Bay Trail" und Android-Betriebssystem an.

Kirk Skaugen von Intel demonstriert auf der CES 2013, wie Ultrabooks immer dünner werden.
Kirk Skaugen von Intel demonstriert auf der CES 2013, wie Ultrabooks immer dünner werden.
Foto: Intel

Die neue Rechner-Kategorie der Ultrabooks kommt laut Intel gut im Markt an. Analysten sahen bislang allerdings nur einen mäßigen Absatz, der vor allem dem vergleichsweise hohen Preis der Geräte geschuldet sein dürfte. Inzwischen gebe es über 20 verschiedene Designs von Ultrabooks, sagte Bell. Die besonders leichten, schlanken und leistungsfähigen Notebooks sollen künftig vermehrt mit Touch-Display ausgestattet werden (für die vierte Ultrabook-Generation werden Touch und WiDi verpflichtend). Die untere Preisklasse habe bereits die Marke von 599 Dollar erreicht. (dpa/tc)