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Intel senkt Umsatzprognose

06.09.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Wegen der anhaltend schwachen Nachfrage im Halbleitergeschäft hat Intel seine Umsatzprognose für das laufende dritte Geschäftsquartal (Ende: 28. September) leicht gesenkt. Der Chipkonzern rechnet nun mit Einnahmen zwischen 6,3 Milliarden und 6,7 Milliarden Dollar. Im Juli hatte das Unternehmen aus Santa Clara, Kalifornien, noch einen Umsatz von 6,3 bis 6,9 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Intel erklärte, der Verkauf von Mikroprozessoren liege im unteren Bereich des saisonüblichen Niveaus. Gleichzeitig verbuche das Unternehmen weiterhin eine schwache Nachfrage nach Kommunikationschips. Das Geschäft mit Speicherchips soll sich dagegen im Rahmen der Erwartungen entwickeln.

Mit seiner aktuellen Umsatzprognose liegt der weltgrößte Chiphersteller jedoch im Rahmen der Analystenerwartungen. Diese hatten laut Umfrage von First Call/Thompson bislang im Schnitt Erlöse in Höhe von 6,58 Milliarden Dollar vorhergesagt. Mitte Juli hatte Intel für das zweite Geschäftsquartal einen Umsatz von 6,32 Milliarden Dollar gemeldet und die Streichung von 4000 Stellen bekanntgegeben.

Trotz der korrigierten Zahlen hielt Intel an einer Reihe anderer Vorhersagen für das dritte Quartal und das Gesamtjahr fest: So rechnet Chief Operating Officer (COO) Paul Otellini für beide Berichtszeiträume mit einer Bruttogewinnmarge von rund 51 Prozent - im zweiten Quartal hatte diese nur 47 Prozent betragen.

Die Anleger nahmen die gesenkte Umsatzprognose gelassen: Nachdem die Intel-Aktie im Laufe des gestrigen Donnerstags über sechs Prozent einbüßt hatte, erholte sich der Kurs nach Börsenschluss und kletterte um fünf Prozent auf 15,85 Dollar. (mb)