Intel ruft Pentium III zurück

29.08.2000
Preise für Pentium-III- und Celeron-Prozessoren fallen

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Intel ruft seinen Pentium III mit 1,13 GHz zurück. Grund: Bei bestimmten Code-Sequenzen kann es zu Funktionsstörurungen kommen, die zum Systemabsturz führen können.

Mit der Auslieferung seines Prozessor-Flaggschiffs begann Intel am 31. Juli. Bislang wurden jedoch weniger als 10 000 Prozessoren dieses Typs an PC-Hersteller geliefert, meint der Analyst Linley Gwennap. IBM und Dell nahmen PCs mit diesem Prozessor denn auch wieder von der Angebotsliste.

Laut Intel traten die Probleme bislang nur im Labor auf, Kunden hätten sich noch nicht beklagt. Intel-Sprecher Howard High verspricht Betroffenen wahlweise Austausch oder eine Entschädigung. Laut Branchenkennern wurde der 1,13-GHz-Pentium-III zu früh auf den Markt gebracht, weil Intel auf die Konkurrenz durch AMDs 1,1-GHz-Athlon reagieren wollte. Die Eile wirft den Chiphersteller nun zurück. "Es dauert einige Monate, bis wir den überarbeiteten Prozessor wieder liefern werden", sagt High.

Mit einer guten Nachricht kann Intel indes auch aufwarten. Ende Oktober will man die Preise für die Pentium-III- und Celeron-Prozessoren senken. Der 1-GHz-Pentium III soll um 31 Prozent billiger werden und noch 465 Dollar kosten. Der 866-MHz-Pentium-III wird mit dem neuen Preis von 241 Dollar um 33 Prozent billiger. Bei der Celeron-Familie betrifft die höchste Preisreduzierung von 35 Prozent die 733-MHz-Variante. In Stückzahlen soll er dann an OEMs für 112 Dollar geliefert werden. Der Celeron 700 wird noch 93 Dollar kosten, er schlägt derzeit mit 138 Dollar zu Buche.

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