Web

 

Intel lüftet weitere Pentium-IV-Geheimnisse

21.08.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Intel will diese Woche auf dem Entwicklerforum im kalifornischen San Jose weitere Details zur Netburst-Architektur des Pentium 4 bekannt geben. Neue Subsysteme in Netburst sollen den Datendurchsatz wesentlich beschleunigen, so Albert Yu, Senior Vice President von Intel. Die "Rapid Execution Engine" beispielsweise übernehme die Verarbeitung sich häufig wiederholender Aufgaben wie Additionen und Subtraktionen. Diese Micro-Engine entlaste den Hauptprozessor und arbeite doppelt so schnell wie dieser.

Im Intel-Hauptquartier präsentierten Techniker die Chip-Power vorab bereits anhand der Bearbeitung von 3D-Bildern aus dem Internet. Online-Verkäufer können damit beispielsweise auf die Schnelle virtuelle Präsentationen ihrer Produkte liefern. Der Pentium 4 soll im vierten Quartal mit einer Taktrate von 1,4 GHz geliefert werden. Er enthält 42 Millionen Transistoren. Das sind 14 Millionen mehr als im Pentium III. 144 neue Multimedia-Funktionen sollen für bessere Grafik- und Soundbearbeitung sorgen.

Ob Intel den Prozessor in Masse fertigen kann, wird von Analysten noch bezweifelt. Die Insider verweisen dabei auf die Produktionsengpässe beim 1-GHz-Pentium IIIs. Yu beschwichtigt: Hunderttausende der neuen Chips sollen bis Ende des Jahres verfügbar sein.