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Intel: Linux ist gut für 32 CPUs

06.06.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Große Datenbanken bieten auf 32-Prozessor-Servern unter Linux die gleiche Performance wie unter Unix oder Windows, hat Intel ermittelt. Der Chiphersteller hat in TPC-C (Transaction Processing Performance Council) konformen Tests Nutzerzugriffe auf eine Datenbank simuliert, die auf einem Server mit 32 Itanium-CPUs installiert war. Unter Linux konnten 600.000 Transaktionen pro Minute abgearbeitet werden. An der Spitze der TPC-C-Wertung steht zur Zeit ein Windows-Server von Hewlett-Packard (HP), der bereits auf den kommenden Itanium-2-6M-CPUs basiert.

Intel hat die Testreihe im November 2002 auf einem "rx5670"-Server von HP begonnen, der mit vier Itanium-CPUs ausgestattet war. Die Datenbank kam von Oracle und das Linux von Red Hat (Enterprise Linux AS 2.1). Mit diesem System waren 81.000 Transaktionen pro Minute möglich. Über die genaue Konfiguration des 32-CPU-Servers schweigt sich der Hersteller aus. So ist zum Beispiel nicht bekannt, welche Linux-Kernel-Version eingesetzt wurde.

Auf dem 4-Prozessor-Rechner wurde innerhalb der Testreihe eine Leistungssteigerung von 28.000 auf 81.000 Transaktionen erzielt. Laut Sunil Saxena, leitender Linux-Entwickler bei Intel, resultierten 40 Prozent des Performance-Gewinns aus Optimierungen bei der Kompilierung der Linux-Quellen. Dafür habe man auf den hauseigenen Compiler gesetzt und nicht die populäre GCC-Software (Gnu Compiler Collection) verwendet. 20 bis 30 Prozent des Leistungsgewinns seien aus der Weiterentwicklung des Betriebssystems selbst entstanden. (lex)