"Inquirer"

Intel lässt Vista aus

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Der weltgrößte Halbleiterkonzern Intel wird seine Firmen-Rechner nicht mit Microsofts aktuellem Desktop-Betriebssystem Windows Vista ausstatten.

Das berichtet der britische Branchendienst "The Inquirer" unter Berufung auf ein internes Intel-Memo. Für Microsoft sei dies, schreiben die Kollegen, besonders bitter. Dass Microsoft ein Problem mit Vista habe, sei ja nicht neu. Es aber in dieser Weise schwarz auf weiß präsentiert zu bekommen von einer Hightech-Firma, die vollen Zugang zum Quellcode und selbst einige größere Teile des Betriebssystems geschrieben habe, sei ein Schlag ins Gesicht.

Die interessante Frage, was Intel (derzeit auf XP) nun stattdessen als nächstes Desktop-Betriebssystem auswählen wird, vermag auch der "Inquirer" nicht zu beantworten. Neben dem designierten Vista-Nachfolger "Windows 7" - für den Intel aber erst einmal eine ausreichende GPU entwicklen müsste, lästert der Autor - wären auch Linux und sogar Mac OS X eine Option. Apple sei wirklich loyal gegenüber Intel, auch wenn Steve Jobs ein "Soziopath mit Rollkragenpulli" bleibe.