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Intel investiert in Infineon

22.02.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Intel wird für rund 250 Millionen Euro ein Prozent an Infineon Technologies erwerben. Mit dieser Finanzspritze will der US-amerikanische Chipriese sicher gehen, dass der ehemalige Siemens-Halbleiterbereich die Rambus-Technologie "Direct RDRAMS" einsetzt. Diese ermöglicht die schnelle Kommunikation zwischen Intels Prozessoren "Coppermine", die später im Jahr herauskommen sollen, und den Memory-Chips von Computern.

Inklusive der Intel-Investition kann Infineon zu seinem Börsengang am 13. März mit rund 800 Millionen Euro Bruttoerlös rechnen. Das Unternehmen wird 29 Prozent in 173 Millionen Aktien zu einem Emissionspreis von 29 bis 35 Euro in den öffentlichen Handel bringen. Die Marktkapitalisierung von Infineon wird nach dem Börsengang auf fünf bis sechs Milliarden Euro geschätzt. Damit handelt es sich um den nach der Deutschen Telekom zweitgrößten IPO (Initial Public Offering) der deutschen Geschichte. Die Anteile werden sowohl am Neuen Markt in Frankfurt als auch an der New Yorker Börse gehandelt. Konsortialführende Banken sind die Deutsche Bank und Goldman Sachs. Das Unternehmen will den Erlös aus dem Börsengang zur Schuldenbegleichung gegenüber dem Mutterkonzern Siemens verwenden.