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Intel gibt mächtig Gas

23.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Halbleiterkonzern Intel plant offenbar wieder einmal drastische Preissenkungen, um Platz für schnellere Chips zu machen. Einer gestern von Salomon-Smith-Barney-Analyst Jonathan Joseph veröffentlichten Research Note sollen unter anderem der schnellste Pentium 4 mit 2,53 Gigahertz um 63 Prozent und die 1,8 Gigahertz schnelle Variante des Chips um 13 Prozent billiger werden. Sein Kollege Ashok Kumar von Piper Jaffray erwartet über das gesamte CPU-Portfolio um im Schnitt 25 bis 3o Prozent niedrigere Preise.

Grund für die Preisrunde sind demnach unerwartete Fortschritte bei der Produktion schnellerer 130-Nanometer-Chips, die sieben Wochen eher als ursprünlich geplant auf den Markt kommen sollen. Der eigentlich erst für das vierte Quartal geplante Pentium 4 mit 2,8 Gigahertz soll noch im laufenden Vierteljahr debütieren, und die 3-Gigahertz-Ausführung von Intels Flaggschiff-Prozessor soll noch rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft erscheinen. Ebenfalls noch für dieses Jahr geplant sind ein auf 2,2 Gigahertz getakteter Notebook-P4, der ebenfalls auf den Mobilmarkt zielende Energiespar-Chip "Banias" (dieser wird vermutlich nicht unter der Pentium-Flagge segeln, sondern wie Celeron und Xeon einen eigenen Markennamen erhalten) sowie eine neue Celeron-Generation auf Basis des "Northwood"-Cores mit 128 KB L2-Cache. (tc)