Intel In-Vehicle Solutions

Intel gibt Gas beim vernetzten Auto

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Um das Autofahren mit neuen Funktionen für die Information, Unterhaltung und Assistenz des Fahrers sicherer und komfortabler zu gestalten, hat der Chipriese Intel nun die integrierte Lösung In-Vehicle Solutions vorgestellt und weitere Investitionen sowie Forschungsprojekte rund um das vernetzte und autonome Auto angekündigt.
Intel ist eifrig bemüht, die mobile Zukunft mitzugestalten - mit Chips, aber auch mit Softwarelösungen.
Intel ist eifrig bemüht, die mobile Zukunft mitzugestalten - mit Chips, aber auch mit Softwarelösungen.
Foto: Intel

Intel In-Vehicle Solutions sind integrierte Plattformen, die validierte Hardware, darunter ein aktueller Intel Atom-Prozessor (Codename Baytrail), sowie Software wie Betriebssystem, Middleware und Entwicklungsumgebung umfassen. Der Chipriese geht davon aus, dass Automobilhersteller und Zulieferer mit ihrer Hilfe die Entwicklungszeit für Infotainment-Anwendungen um mehr als zwölf Monate reduzieren können, während die Kosten dafür um bis zu 50 Prozent sinken. Gleichzeitig sollen die Automobilhersteller damit in der Lage sein, sich stärker auf Technologie-Innovationen zu konzentrieren. Die ersten verfügbaren Produkte der Intel In-Vehicle Solutions dienen der Entwicklung von IVI-Systemen (In-Vehicle-Infotainment) mit Fahrerassistenz-Funktionen, Versionen mit dem Fokus auf autonomen Autos sollen folgen.

Intelligente Verkehrstechnik

Neben In-Vehicle Infotainment und Telematik forscht Intel nach eigenen Angaben auch kontinuierlich an intelligenten Verkehrstechniken, um Unfälle zu vermeiden und allgemein die Sicherheit im Straßen- beziehungsweise Schienenverkehr zu erhöhen. Die Anwendungen - oder besser Visionen - auf diesem Gebiet sind zahlreich: Intelligente Straßensysteme könnten mit Hilfe von Laser-Messgeräten und Spezialkameras das Reifenprofil von Fahrzeugen während der Fahrt messen. Autosysteme wären in der Lage, den Fahrer per Ansage oder via Symbol auf der Videokonsole über neue Fahrsituationen (etwa Glatteis) hinzuweisen, zudem ist es etwa denkbar, dass intelligente Straßenbeleuchtung hilft, den Energieverbrauch zu senken.

Greifbarer ist das neue Forschungsprojekt "Personal Vehicle Experience", wo Intel die positiven und negativen Erlebnisse, die beim Autofahren entstehen, untersucht. Das Forschungsprojekt "Secure My Connected Car" wiederum befasst sich mit den Sicherheits-Herausforderungen und Bedrohungsszenarien beim vernetzten Auto. Hier werden potenzielle Schwachstellen des Telematik-Systems und die Bedeutung von Speicherschutz-Technologien für die Absicherung zentraler Hardware und Software im Auto vor bösartigen Angriffen untersucht. Die Idee: Speicherschutz bewahrt in Kombination mit der McAfee-Whitelisting-Technologie von Intel Security das vernetzte Auto vollständig vor Bedrohungen.

Außerdem forschen Ethnographen, Anthropologen und Ingenieure in den Intel Labs übergreifend in einer Vielzahl von Projekten zum sichereren Straßenverkehr und versuchen Wege zu finden, wie Fahrer sicher und intuitiv mit ihrem Auto interagieren. Sensoren, erweiterte Analysen und vernetzte Daten verändern die Welt des Autofahrens grundlegend.

Enge Zusammenarbeit mit den Automobilherstellern

In-Vehicle-Infotainment mit Intel Inside
In-Vehicle-Infotainment mit Intel Inside
Foto: Intel

Daneben arbeiten die Automotive-Experten von Intel eng mit führenden Automobilherstellern und der Zuliefererindustrie zusammen, um Innovationen in der Automobiltechnik zu beschleunigen.Intel-Technik, konkreter -Prozessortechnik, steckt beispielsweise in den professionellen Navigationslösungen aller BMW-Modelle, im Infiniti InTouch Infotainment-System des Infiniti Q50 und im Fahrer-Informationssystem des 2015 auf den Markt kommenden Hyundai Genesis.