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Intel forciert Auslandsinvestionen

02.02.2006
Die Venture-Capital-Sparte des Chipriesen investiert mehr Geld in internationale Startups.

Seit 1991 hat Intel Capital mit mehr als vier Milliarden Dollar an mehr oder weniger hoffnungsvollen Newcomer-Firmen (insgesamt knapp 1000) beteiligt. Zwar liegt der Schwerpunkt des Risikokapitalgebers nach wie vor in den USA. Das Unternehmen tätigt jedoch zunehmend mehr Investments in Startups aus Ländern in Asien, Osteuropa, Israel und Lateinamerika. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, erreichte dieser Trend im vergangenen Jahr seinen vorläufigen Höhepunkt: Von den 256 Millionen Dollar, die Intel Capital insgesamt investierte, flossen 67 Prozent ins Ausland. Zum Vergleich: 2004 verließen nur 37 Prozent der insgesamt 130 Millionen Dollar die USA.

Arvind Sodhani, President von Intel Capital, führt diesen Effekt zum großen Teil darauf zurück, dass Startups außerhalb der USA, vor allem in China, Indien und Russland, zunehmend höher bewertet würden. Außerdem sei auch die Anzahl der international getätigten Deals gestiegen. Der Chipkonzern wolle mit seinen gezielten Investments sicherstellen, dass alle Bausteine und Teilchen rund um Intel-Produkte weltweit verfügbar sind."

Der Fokus von Intel Capital liegt primär auf Startups, die den Markt für Intel-Produkte vergrößern könnten. Entsprechend heiße Themen sind für den Chipriesen unter anderem mobile Übertragungstechniken wie Wi-Fi und Wimax. (mb)