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Intel fertigt mehrheitlich im 65-Nanometer-Verfahren

22.06.2006
Dank seiner neuen Fabrik im irischen Leixlip fertigt Intel inzwischen mehr als die Hälfte seiner Prozessoren für PCs und Server im modernsten Herstellungsprozess der Branche.

Es hat damit den Umstieg vom zuvor dominierenden 90-Nanometer-Verfahren ausgesprochen hurtig vollzogen. Mit kleineren Strukturbreiten können Chiphersteller die Leistung ihrer Produkte erhöhen und gleichzeitig die Fertigungskosten senken - eine Taktik, die Intel gegen seinen aufstrebenden Rivalen Advanced Micro Devices (AMD) zu nutzen gedenkt.

Die Anzahl produzierter Chips ist allerdings nicht gleich der verkauften. Am kommenden Montag stellt Intel den ersten von drei wichtigen kommenden Prozessoren vor, der auf einem 65-Nanometer-Design basiert und die "Core-2-Duo"-Architektur für Server eröffnet. Weitere Versionen für Desktops und Notebooks sollen im Juli und August folgen. Im dritten Quartal hofft Intel dann laut Tom Franz, General Manager für die Produktion, auch erstmals mehr 65-Nanometer-Prozessoren zu verkaufen als 90-Nanometer-Produkte.

CEO Paul Otellini kommt höchstpersönlich nach Leixlip, um die 65-Nanometer-Produktion zu eröffnen. Zwei weitere Fabs in Oregon und Arizona sind auch schon auf die neue Generation umgerüstet. AMD produziert zwar noch ausschließlich im 90-Nanometer-Verfahren, hat darunter allerdings zuletzt keineswegs gelitten. Es will seine 65-Nanometer-Produktion später in diesem Jahr in Dresden beginnen. (tc)