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Intel erlitt 2001 Heimniederlage

14.03.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Ohne das profitable Geschäft in Übersee hätte der Chiphersteller Intel im vergangenen Geschäftsjahr rote Zahlen geschrieben. Wie die US-Zeitung "Wall Street Journal" unter Berufung auf einen Bericht an die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) mitteilte, verbuchte der Konzern auf dem Heimatmarkt einen Vorsteuerverlust (EBT) von 350 Millionen Dollar. Das Minus entstand durch Investitionsverluste und andere Belastungen, während Intel auf operativer Basis einen kleinen Gewinn erzielen konnte. Die Enthüllung hat jedoch keine Auswirkungen auf das Mitte Januar vorgelegte Jahresergebnis (Computerwoche online berichtete). Damals musste der Chipriese einen Gewinneinbruch von 88 Prozent melden, nachdem der Nettoprofit

gegenüber dem Vorjahr von 10,54 Milliarden auf 1,29 Milliarden Dollar schrumpfte. Das SEC-Dokument beleuchtet aber die Entstehung der 466 Millionen Dollar hohen Beteiligungsverluste, Goodwill-Abschreibungen und Wertberichtigungen. Wie ein Firmensprecher mitteilte, wurden die Belastungen im US-Ergebnis ausgewiesen, weil dort die meisten Investitionen und Akquisitionen getätigt worden waren. Da Intel in anderen Teilen der Welt ein positives EBT in Höhe von 2,53 Milliarden Dollar erzielt hat, konnte die Heimniederlage jedoch noch aufgefangen werden. (mb)