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Intel droht Steuernachzahlung von 600 Millionen Dollar

07.08.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Chipriese Intel muss unter Umständen für die Jahre 1999 und 2000 Steuern in Höhe von 600 Millionen Dollar plus Zinsen nachzahlen. Wie aus einer Mitteilung von Intel an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht, hat die US-Steuerbehörde Internal Revenue Service (IRS) die mögliche Steuerschuld bei einer Routineüberprüfung entdeckt.

Unternehmenssprecher Chuck Mulloy erklärte gegenüber dem "Wall Street Journal", es drehe sich bei dem Disput um Chips, die in den USA hergestellt worden waren und Intel anschließend zum Verpacken ins Ausland geschickt hatte. Wie zu Anfang der 90er Jahre mit der IRS vereinbart, habe die Company dazu eine Exportgutschrift genutzt, so Mulloy. Nun plane die Behörde jedoch, die Besteuerung dieser Exporte neu zu bewerten.

Intel warnte in der Mitteilung weiterhin davor, dass die Steuerbehörde auch für die Jahre nach 2000 eine entsprechende Steueranpassung vornehmen könnte. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben bereits damit beschäftigt, die Angelegenheit mit der IRS zu klären. Sollte wider Erwarten eine Nachzahlung erforderlich werden, könnte dies das Ergebnis künftiger Berichtszeiträume stark belasten. Eine nachträgliche Korrektur der vergangenen Finanzberichte sei dagegen nicht geplant, hieß es. (mb)