Prozessor mit integrierter Grafik

Intel CPU Core i3-530 im Test

Christian Vilsbeck war viele Jahre lang als Senior Editor bei TecChannel tätig. Der Dipl.-Ing. (FH) der Elektrotechnik, Fachrichtung Mikroelektronik, blickt auf langjährige Erfahrungen im Umgang mit Mikroprozessoren zurück.
Anzeige  Intels neuer Prozessor Core i3-530 basiert auf der 32-nm-Westmere-Architektur. Die CPU nutzt eine Dual-Core-Technik und beherrscht Hyper-Threading.

Die neue 32-nm-Westmere-Architektur setzt Intel für die Desktop-Prozessoren der Serien Core i3-500 und Core i5-600 ein. Als besonderes Feature besitzen diese CPUs für den Sockel LGA1156 erstmals auch eine integrierte Grafik-Engine, die sich wahlweise verwenden lässt. Durch ein Multi-Chip-Package sitzen allerdings zwei Siliziumplättchen auf dem Chipmodul. Neben dem 32-nm-Prozessor integriert Intel den Grafik- und Memory-Controller auf einem zweiten Chip in 45-nm-Technologie. Beide Chips sind durch ein angepasstes QuickPath-Interface miteinander verbunden.

Alle Core i3-500 und Core i5-600 verfügen über zwei Rechenkerne sowie zusätzliches Hyper-Threading. Das getestete Einstiegsmodell Core i3-530 arbeitet mit einer Taktfrequenz von 2,93 GHz. Auf die Turbo-Technologie muss die Core-i3-500-Serie allerdings ebenso verzichten wie auf die AES-Befehlserweiterung. Intel behält beide Features der Core i5-600 Serie vor.

Multi-Chip-Package: Der Core i3-530 beherbergt zwei Siliziumplättchen. Die CPU mit Dual-Core-Technologie wird mit 32 nm Strukturbreite gefertigt (im Bild rechts). Auf dem linken 45-nm-Plättchen befindet sich die Grafik-Engine sowie der Speicher-Controller. (Quelle: Intel)
Multi-Chip-Package: Der Core i3-530 beherbergt zwei Siliziumplättchen. Die CPU mit Dual-Core-Technologie wird mit 32 nm Strukturbreite gefertigt (im Bild rechts). Auf dem linken 45-nm-Plättchen befindet sich die Grafik-Engine sowie der Speicher-Controller. (Quelle: Intel)

Der Core i3-530 puffert seine Speicherzugriffe über 256 KByte L2-Cache pro Kern sowie einen 4 MByte fassenden Shared-L3-Cache ab. Über den integrierten Speicher-Controller steuert der Prozessor DDR3-1333-DIMM im Dual-Channel-Modus an.

Intel stuft den Core i3-530 mit einem TDP-Wert von 73 Watt ein. Zusammen mit dem für unsere Tests verwendeten Intel Desktop-Mainboard DH55TC konsumiert die Plattform (GeForce 285GTX, 4 GByte RAM, Seagate Barracuda 7200.12, Enermax Liberty ELT620AWT, ohne Monitor) im Leerlauf nur 68 Watt an. Wird die GeForce 285GTX ausgebaut und die im Prozessor integrierte Grafik verwendet, so sinkt der Energiebedarf auf sehr geringe 37 Watt.

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