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Intel bringt neue Itanium-Generation

02.11.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Da es die Spatzen längst von den Dächern pfeifen, warten wir auch nicht mehr bis zur offiziellen Ankündigung am 8. November (zeitgleich mit der neuen Top-500-Liste der weltstärksten Supercomputer): Dann nämlich wird Intel den neuesten "Madison"-Itanium-2 mit 9 MB Cache vorstellen ("Itanium-2 9M"). Dem Vernehmen nach gibt es außerdem eine neue Lower-End-Variante des 64-Bit-Prozessors für Zwei-Wege-Server sowie einen speziellen Low-Voltage-Itanium für den Einsatz in Bladeservern.

Unklar ist bislang allerdings, ob der Halbleiterkonzern den 9M mit den bislang weithin erwarteten Taktraten von 1,7 bis 1,9 Gigahertz debütieren lässt. HP und Oracle lieferten vor einigen Wochen ein SAP-Three-Tier-Benchmark-Ergebnis auf Basis eines 9M mit 1,6 Gigahertz ab - das könnte ein früher Yield des neuen Chip gewesen sein, vielleicht will oder kann Intel die Taktrate aber noch nicht deutlich höher schrauben.

Der gegenüber dem bisherigen Madison mit 6 MB um 50 Prozent größere Cache sollte mit einer wie auch immer gearteten Taktsteigerung jedenfalls rund ein Drittel mehr Systemleistung ermöglichen - gute Nachrichten mithin für Hewlett-Packard, NEC, Unisys, die zusammen mit ein paar anderen Herstellern den Löwenanteil der gegenwärtig verkauften Itanium-Server an den Kunden bringen.

Der Hersteller ließ die Gerüchte branchenüblich unkommentiert und bekräftigte lediglich seine bisherige Aussage, der neue Itanium-2 werde "vor Ende des Jahres" erscheinen. (tc)