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Intel bringt mehr 64-Bit-Prozessoren

09.02.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Intel wird in den kommenden Monaten eine ganze Reihe neuer "Xeon"-Server-Prozessoren auf den Markt bringen. Dem Vernehmen nach bereits am kommenden Montag angekündigt wird ein neuer "Xeon-DP" für den Einsatz in Zwei-Wege-Servern mit auf 2 MB verdoppeltem Level-2-Cache. Die Taktraten dürften hier wie gehabt bis 3,6 Gigahertz reichen.

Binnen 90 Tagen soll dann der neue Highend-"Xeon-MP" "Potomac" erscheinen, der mit für die Xeon-Linie rekordwertigen 8 MB L2-Cache aufwartet und für Server mit vier und mehr Prozessoren gedacht ist. Eine günstige Ausführung des MP namens "Cranford" wird mit weniger Cache bestückt sein.

Zeitgleich mit Potomac und Cranford erscheint auch der neue Chipsatz "E8500" (Codename "Twin Castle"), der den Weg für Dual-Core-Prozessoren bereitet. Er beinhaltet unter anderem einen doppelten Front-Side Bus (mit 667 Megahertz Takt) zum Prozessor, Unterstützung für DDR2-Arbeitsspeicher und PCI-Express-Peripherie, die Stromspartechnik "Demand-Based Switching" sowie Verbesserungen bei Speicherzuverlässigkeit und Fehlerkontrolle für systemintern übertragene Daten. Xeon-Chips mit zwei Cores sind allerdings nicht vor Ende 2006 zu erwarten, in diesem Jahr führt Intel die Doppelkerne zunächst bei Desktop- und Notebook-CPUs ein.

Noch in diesem Monat soll es im Rahmen der "600"er-Familie neue Pentium-4-Desktop-Prozessoren mit 64-Bit-Erweiterungen und ebenfalls auf 2 MB verdoppeltem L2-Cache geben (angekündigt werden sie wohl am 21. Februar). Diese enthalten außerdem die bislang in Notebooks genutzte Stromspartechnik "Speedstep" und unterstützen die "NX"-Technik (No Execute), die bei entsprechender Betriebssystemunterstützung - etwa in Windows XP mit SP2 - mehr Schutz vor Viren und Würmern bieten soll. (tc)