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Intel bringt Dual-Core-Xeons früher als geplant

16.08.2005
Intel zieht die eigentlich erst für das kommende Jahr geplanten "Paxville"-Xeons mit zwei Kernen vor auf 2005. Die Server-CPUs können dank HT gleich vier Threads gleichzeitig beackern.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Noch in diesem Jahr will Intel die 64-Bit-Prozessoren "Xeon" und "Xeon MP" in Versionen mit zwei Rechenkernen ausliefern. Die unter dem Codenamen "Paxville" entwickelten Chips sollten eigentlich erst im nächsten Jahr auf den Markt kommen. Die Chips werden auf 2,8 Gigahertz getaktet sein und einen 2 MB großen Cache-Speicher sowie einen auf 800 Megahertz getakteten Front-Side-Bus enthalten. Zusätzlich verfügen die CPUs über die Technik "Hyperthreading", so dass ein Doppelkern-Prozessor gleichzeitig vier Befehlseinheiten (threads) abarbeiten kann.

Der Paxville-DP-Chip soll in Zwei-Prozessor-Serrvern eingesetzt werden und mit dem "E7520"-Chipsatz zusammenarbeiten. Für Rechner mit vier und mehr Prozessoren kommt die Paxville-CPU zum Einsatz, die dem Xeon-MP entspricht und mit dem "E8500"-Chipset kooperiert. Der Hersteller erwartet sich Leistungssteigerungen von bis zu 60 Prozent gegenüber den Modellen mit nur einem Rechenkern. Messen lassen müssen sich die Paxville-Prozessoren mit den "Opteron"-Chips von AMD, die bereits seit April als Dual-Core-Versionen zu haben sind.

Intel hat derzeit nach eigenen Angaben 17 Multi-Kern-Projekte in der Entwicklung und schätzt, dass Ende 2006 mehr als 85 Prozent seiner Server-Chips Multi-Core-Prozessoren sein werden. Als nächstes dürften mit der "Bensely"- und der "Glidewell"-Plattform im ersten Quartal 2006 eine breite Palette von kostengünstigen Doppelkern-Xeons auf den Markt kommen, die für Server (Bensley) und Workstations (Glidewell) gedacht sind und unter anderem über eine schnellere Memory-Architektur (fully buffered) besitzen. Noch in diesem Jahr soll Intels reine 64-Bit-Architektur - "Itanium"- als Doppelkern-Prozessor vorgestellt werden. (kk)