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Intel bringt Dual-Core-CPUs für Vier-Wege-Server

02.11.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Wie angekündigt hat Intel neue Prozessoren mit zwei Rechenkernen auf den Markt gebracht, die sich für Rechner mit mehr als zwei CPUs eignen. Zu den Chips der Serie "Xeon 7000" zählen vier Designs: Der "Xeon 7020" arbeitet mit 2,66 Gigahertz, hat für jeden Core einen separaten Level-2-Cache-Speicher mit 1 MB Kapazität und einen auf 667 Megahertz getakteten Frontside-Bus. In Tausendereinheiten beträgt der Preis 1117 Dollar. Die gleiche Cache-Ausstattung hat der 1980 Dollar teure Typ "Xeon 7030", der aber auf 2,8 Gigahertz getaktet ist und über einen 800 Megahertz schnellen Frontside-Bus kommuniziert.

Das Modell "Xeon 7040" für 3157 Dollar verwendet einen 667 Megahertz schnellen Frontside-Bus, ist auf 3,0 Gigahertz getaktet und besitzt zwei separate Level-2-Caches, die hier aber 2 MB Kapazität haben. Noch einen Tick schneller ist die Variante "Xeon 7041". Sie hat den gleichen Preis und gleiche Spezifika wie das Modell 7040, mit einer Ausnahme: Der Frontside-Bus ist hier 800 Megahertz schnell.

Intel hat in die Prozessoren Schaltungen integriert, die Virtualisierungstechniken unterstützen sollen. Details sind noch nicht bekannt. Allerdings sind diese Features zurzeit noch nicht nutzbar, sondern erst mit einem Bios-Upgrade, das im nächsten Jahr erscheinen soll.

Dell verwendet Intels neue Xeon-7000-Prozessoren ab sofort für die Server "Poweredge 6800" und "6850". Hewlett-Packard baut die CPUs in die "Proliant"-Modelle "DL580" und "ML570" ein. Beide Hersteller kombinieren die Prozessoren mit dem eigens für diesen Chiptyp von Intel entwickelten Chipset. Dieses gilt als Schwachstelle, weil es eine Engstelle in der Kommunikation zwischen den Rechenkernen und dem Arbeitsspeicher sein könnte. Der Vorteil von AMDs "Opteron"-Dual-Core-Prozessoren besteht darin, den Memory-Controller direkt im Prozessor zu haben. Allerdings gibt es bisher keine Testreihen, die die Leistungsunterschiede exakt belegen. IBM verwendet Intels Xeon-7000-Prozessoren für den Server "X-Series 460", verbindet sie aber nicht mit Intels Chipset, sondern mit der Eigenentwicklung "X3". (ls)