Virtualisierungs-Ticker

Intel bringt Desktop-CPUs ohne VT-d, Tool gegen Platzverschwendung, VMware-Ergebnisse

Wolfgang Sommergut ist Betreiber der Online-Publikation WindowsPro.
Intels neue Nehalem-Chips mit Fallstricken für das Konzept des "Employee Owned PC", Tools zur Optimierung von VMware-Installationen und die Geschäftsergebnisse der zwei führenden Virtualisierungsanbieter.
  • Intel bringt der News-Site Slashgear zufolge im Herbst mehrere neue Desktop-CPUs aus der "Nehalem"-Familie. Bei einigen der weniger leistungsfähigen Prozessoren fehlt die Erweiterung "VT-d", mit der Ein- und Ausgabeoperationen in virtualiserten Umgebungen von der Hardware unterstützt werden. Es soll sich dabei um die Modelle "i5 750" sowie "i5 750s" handeln. Die für 2010 angekündigten Chips "Core i3" sollen gänzlich ohne VT-d auskommen. Auswirkungen hat diese Produktpolitik besonders auf Client-seitige Hypervisor, die zukünftig virtuelle Desktops ergänzen sollen. Der von Citrix in Allianz mit Intel entwickelte XenClient setzt etwa VT-d-Erweiterungen voraus.

  • Das Startup-Unternehmen VKernel bietet in seinem Optimization Pack drei Tools an, die sich derzeit noch in der Betaphase befinden. Es handelt sich dabei um "Wastefinder", "Rightsizer" und "Inventory". Ersteres kann Plattenplatz, Speicher und Rechenleistung aufspüren, die in von inaktiven VMs verbraucht werden und diese wieder verfügbar machen. Rightsizer ermittelt über einen Zeitraum die Auslastung von virtuellen Maschinen und hilft dabei, die richtigen Einstellungen für virtuellen Speicher, vRAM and vCPUs zu finden. Das Inventarisierungswerkzeug erstellt Berichte über den Zustand von VMs.

  • VMware erzielte im zweiten Quartal mit 456 Mio. Dollar etwa gleich viel Umsatz wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Gewinn ging um 38 Prozent auf 38 Mio. Dollar (GAAP) beziehungsweise um 14 Prozent auf 96 Mio. Dollar (Non-GAAP) zurück. Während das Geschäft in den USA schrumpfte, legte VMware international zu. Der Rückgang im Lizenzgeschäft um 20 Prozent auf 228 Mio. Dollar konnte die EMC-Tochter durch steigende Einkünfte bei Serviceleistungen um 32 Prozent auf ebenfalls 228 Mio. Dollar wettmachen. VMware erklärt den Rückgang der Lizenzverkäufe mit der Wirtschaftskrise und nicht durch verstärkten Wettbewerb durch Microsoft und Citrix.

  • Die Ergebnisse von Citrix im zweiten Quartal gleichen jenen von VMware. Der Umsatz blieb auf dem gleichen Niveau wie 2008 (393 vs. 392 Mio. Dollar). Die Einnahmen aus Verkauf von Lizenzen gingen um 15 Prozent zurück, dafür wuchsen die Updates älterer Lizenzen um 9 Prozent und die Einkünfte aus Dienstleistungen legten um 3 Prozent zu. Am stärksten wuchsen die Online-Services wie GotoMeeting mit 18 Prozent.