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Intel baut 10.500 Stellen ab

05.09.2006
Um seine Kosten zu senken, will der weltgrößte Halbleiterkonzern Intel bis Mitte 2007 seine Belegschaft um 10.500 auf dann rund 92.000 Mitarbeiter reduzieren.

Bereits bis Ende dieses Jahres sollen die Mitarbeiterzahl auf 95.000 und die Kosten um zwei Milliarden Dollar jährlich sinken. Ab 2007 erwartet sich der Konzern dann jährliche Einsparungen von drei Milliarden Dollar. Intel will aber nicht nur bei den Personalkosten sparen, sondern auch bei Merchandising, Kapital und Material.

Konzernchef Paul Otellini hatte bereits Ende April angekündigt, er werde nach einer gründlichen Prüfung aller Geschäftsaktivitäten eine tiefgreifende Restrukturierung des Unternehmens einleiten. Intels Geschäfte liefen zuletzt nicht mehr so rund wie aus der Vergangenheit gewohnt – unter anderem deswegen, weil der „ewige Zweite“ im Prozessormarkt, Advanced Micro Devices (AMD), Intel speziell im Server-Markt überraschend viel Marktanteil abnehmen konnte. Intel hat zwar in diesem Jahr bereits mit einer massiven Produktoffensive gekontert, die neuen energieeffizienten „Core“-Prozessoren sind aber noch nicht lange genug am Markt.

„Diese Maßnahmen, wenn auch schmerzlich, sind unumgänglich, damit Intel ein agileres und effizienteres Unternehmen wird; nicht nur in diesem oder dem nächsten Jahr, sondern auch für die kommenden Jahre“, erklärte Otellini. Stellen wird Intel einer Pressemitteilung zufolge schwerpunktmäßig in den Bereichen Management (hier waren bereits im Juli 1000 Jobs gestrichen worden), Marketing und IT streichen. Weitere Arbeitsplätze sollen durch bereits bekanntgegebene Verkäufe von Unternehmensteilen und natürliche Fluktuation wegfallen.

Eine neue Geschäftsprognose gab Intel nicht heraus. Die Firma befindet sich gerade in ihrer Quiet Period vor der Veröffentlichung der Ergebnisse des drittes Fiskalquartals. Diese ist für den 17.Oktober angesetzt. (tc)