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Intel arbeitet an Rechner für Indiens Landbevölkerung

07.10.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Chipriese Intel arbeitet an einem PC, der für die Vermarktung in ländlichen Regionen Indiens vorgesehen ist. Wie Patrick Gelsinger, Leiter von Intels Digital Enterprise Group, bei einer Presseveranstaltung im südindischen Bangalore bekannt gab, wird der "Community PC" derzeit in zehn Pilotprojekten getestet und soll noch vor Ende dieses Jahres auf den Markt kommen. Um in Gebieten mit fehlender oder nur sporadischer Stromversorgung eingesetzt werden zu können, lässt sich der Computer optional mit dem Strom einer Autobatterie betreiben. Das Gerät verträgt zudem extrem heiße Temperaturen von mehr als 38 Grad Celsius, verriet Gelsinger. Zusätzlich verfügt der PC über besondere Blenden und Filter, die Staub und Insekten am Eindringen hindern sollen.

Amar Babu, Intels Vertriebs- und MarketingDirektor für Südasien, erklärte, dass sich der Community Computer besonders für Schulen in ländlichen Gebieten eigne. Gegenwärtig befinde sich der Rechner allerdings noch in der Konzeptphase. Daneben entwickle Intel in seinem Zentrum in Bangalore weitere Produkte. "Wir untersuchen, welche Plattformen sich speziell für die Nutzung auf dem Land oder in Schulen eignen", sagte Babu. Unter anderem teste Intel zusammen mit TK-Anbietern und den Regierungen verschiedener Bundesstaaten den Einsatz von Wimax in Indien. Der Intel-Manager rechnet damit, dass die ersten Pilotprojekte bereits laufen, wenn der Community PC auf den Markt kommt. (mb)