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Integrationsdisput im BI-Lager

02.09.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Hersteller von Business-Intelligence-Produkten stehen derzeit vor der Herausforderung, ihre Lösungen für Analyse und Reporting mit den meist hinzu gekauften Programmen für Business-Performance-Management (BPM) zu integrieren. So auch BI-Spezialist Business Objects, der seine entsprechende, 100 Millionen Dollar teure Akquisition der Firma SRC vergangene Woche abgeschlossen hat, und von sich behauptet, aufgrund der langjährigen Partnerschaft zu SRC mit den Integrationsarbeiten schon sehr weit fortgeschritten zu sein.

Jetzt hat sich die Konkurrenz zu Wort gemeldet und diese Behauptung als reines Marketing zurückgewiesen. Gegenüber dem Branchendienst "Computerwire" äußerte sich Doug Barton, Produkt-Manager von Cognos, mit dem Hinweis, Business Objects versuche die Komplexität der Integration mit solchen Aussagen unter den Tisch zu kehren. Die nahtlose Anbindung von BPM-Lösungen erfolge auf mehreren Ebenen, etwa im Infrastrukturbereich (Single-Sign-on, Security und Portale) über Mertadaten sowie über die Benutzer-Schnittstelle - und genau das mache die Sache so schwierig. Im angesprochenen Fall kommt laut Barton erschwerend hinzu, dass die SRC-Lösung auf Microsofts .NET-Architektur ausetzt, während sich Business Objects eindeutig zur Java-Entwicklung bekannt hat. "Wir schätzen", so Bartons Eigen-Marketing, "dass Business Objects zwischen 18 Monaten und zwei Jahren hinter dem Integrationsgrad hinterherhinke, den Cognos seinen Kunden derzeit anbieten kann." (ue)