Komplette IT-Entflechtung folgt

Insourcing der IT-Infrastruktur

Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Die Stadtwerke Ettlingen in Baden-Württemberg haben für IT-Anwendungen bisher das kommunale Rechenzentrum genutzt. Jetzt haben sie sich für den Aufbau einer eigenen IT-Infrastruktur entschieden.
Flexible Tarife dank eigener IT im Haus der Stadtwerke Ettlingen.
Flexible Tarife dank eigener IT im Haus der Stadtwerke Ettlingen.

Als mittelständisches Versorgungsunternehmen haben die Stadtwerke Ettlingen (bei Karlsruhe) ihre IT bisher über ein kommunales Rechenzentrum abgewickelt. Um die Anforderungen des liberalisierten Marktes und der Bundesnetzagentur deutlich schneller und flexibler umsetzen zu können, hat sich das Versorgungsunternehmen nun für den Aufbau einer eigenen IT-Infrastruktur entschieden. Bei der Umsetzung half dabei die Schleupen AG, die ihren Sitz ebenfalls in Ettlingen hat. Der Softwareanbieter und Systemintegrator hat sich unter anderem auf die IT-Anforderungen von Energie- und Wasserwirtschaft spezialisiert.

Eberhard Oehler, Geschäftsführer der Stadtwerke Ettlingen GmbH.
Eberhard Oehler, Geschäftsführer der Stadtwerke Ettlingen GmbH.

Der Geschäftsführer der Stadtwerke Ettlingen GmbH, Eberhard Oehler, sagte zur Begründung für das Insourcing der IT: „Mit einer eigenen IT im Haus können wir nicht nur die Marktanforderungen schneller umsetzen, sondern auch beispielsweise mit neuen Tarifen deutlich flexibler gegenüber unseren Kunden agieren. Damit sind wir optimal für den Wettbewerb aufgestellt und können unsere Stärken, wie unsere hohe Fachkompetenz und die regionalen Nähe, noch besser ausspielen."

Mit der Entscheidung für den Aufbau einer eigenen IT-Infrastruktur seien zunächst verschiedene Softwaresysteme geprüft worden. „Da wir auch den technischen Netzbetrieb in eine neue IT-Lösung übernehmen wollten, suchten wir einen Anbieter, der sowohl alle kaufmännischen, vertrieblichen als auch technischen Anforderungen möglichst integriert abdeckt", erläutert Thomas Steuer, Projektleiter IT bei den Stadtwerken, die Anforderungen.

Die Entscheidung fiel auf eine durchgängige Komplettlösung („Schleupen.CS") inklusive Anbindung an das bereits vorhandene Geoinformationssystem. In der ersten Projektstufe soll eigenen Angaben zufolge zunächst die IT-Infrastruktur bei den Stadtwerken Ettlingen auf- und ausgebaut werden. „Hier profitieren wir sicher von der räumlichen Nähe zu den technischen Beratern", sagte Oehler.

Die Projektbegleitung sieht vor, parallel das Know-how der eigenen Mitarbeiter der Stadtwerke noch weiter auszubauen. Da sich das Unternehmen für eine komplette Entflechtung entschieden hat, wird die Migration direkt im Anschluss vorgenommen, so dass der Echtbetrieb in 2011 erfolgen kann.

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