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Insolvenzverfahren über M+S Elektronik eröffnet

04.03.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Am 1. März 2002 wurden vom Amtsgericht Aschaffenburg die beantragten Insolvenzverfahren über die Vermögen der M+S Eletronik AG, Niedernberg, und deren Tochtergesellschaften eröffnet. Zu ihnen gehören die DGW Datennetze GmbH, DRV Dr. Böhmer GmbH & Co. KG, M+S EDV-Service Verwaltungs- und Beteiligungs-GmbH sowie die Syscotec Computer GmbH. Zum Insolvenzverwalter aller genannten Firmen wurde Werner Schreiber aus der Sozietät Wellensieck Grub & Partner aus Heidelberg bestellt. Den Insolvenzantrag der M+S-Tochter CPO-Cepet GmbH (Computerwoche online berichtete) lehnte das Gericht jedoch mangels einer die Verfahrenskosten deckenden Masse ab.

Die M+S-Gruppe hatte für das Geschäftsjahr 2000/01 erstmals in ihrer Firmengeschichte einen Verlust von 24,3 Millionen Euro ausweisen müssen. Das Systemhaus, das sehr stark auf den Handel mit Hardware ausgerichtet war, litt besonders unter dem Margenverfall im PC-Geschäft. So versuchte man den Wandel zum IT-Serviceanbieter. Doch der Umbau erwies sich als kostentreibend und zeitraubend. "M+S ist in die Kostenfalle geraten", kommentierte Meta-Group-Analyst Markus Huber unlängst. Die Expansionsstrategie in Deutschland habe zu viel Geld gekostet. Wegen der Abhängigkeit vom Hardwaregeschäft sei die Liquiditätsdecke ohnehin sehr dünn gewesen. (ka)