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Insider-Handel bei IBMs Lotus-Übernahme

27.05.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) – Die amerikanische Finanzaufsichtsbehörde SEC klagt 25 Personen an, Insider-Geschäfte im Rahmen der Lotus-Übernahme durch IBM getätigt zu haben. Vor vier Jahren schluckte Big Blue das Software-Unternehmen für rund 3,5 Milliarden Dollar. Die Beschuldigten hätten mehr als 1,3 Millionen Dollar illegal eingestrichen, da sie durch die IBM-Mitarbeiterin Lorraine Cassano mit vertraulichen Informationen beliefert worden seien. Die Sekretärin hatte für ihren Chef, einen Finanzanalysten bei IBM, im Zusammenhang mit der Lotus-Übernahme (Codename "Clipper") Dokumente kopiert und ihren Mann sowie verschiedene Freunde, Verwandte und Mitarbeiter von der geplanten Fusion informiert. Dies führte drei Tage vor Bekanntgabe der Übernahme zu einem "regen Aktienhandel" mit Lotus-Anteilen, der die SEC auf den Plan rief.