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Inprise spricht Gewinnwarnung aus

13.07.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Softwareschmiede Inprise (vormals Borland) hat die Finanzwelt vor einem unerwartet hohen Minus für das zweite Quartal ihres laufenden Geschäftsjahres gewarnt. Das Unternehmen rechnet mit einem Verlust vor Steuern von 17 bis 22 Cent je Anteilschein. Eine ausstehende einmalige Lizenzzahlung von Microsoft ist dabei nicht berücksichtigt. Die Analysten waren bislang von einem Minus von zwölf Cent ausgegangen. Für das schlechte Abschneiden macht der Hersteller primär den Management-Wechsel Anfang des Jahres verantwortlich, der die Vertriebszyklen und -strategien gehörig durcheinandergewirbelt habe. Die Einnahmen sollen sich zwischen 38 und 41 Millionen Dollar bewegen, die 100-Millionen-Dollar-Zahlung der Gates-Company ebenfalls nicht mit eingerechnet. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres konnte Inprise Umsätze von 46,5 Millionen Dollar vorweisen.