Fraunhofer HHI und Partner

Innovations-Center für 3D in Berlin eröffnet

28.08.2012
Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler hat am Dienstag ein neues 3D Innovation Center in Berlin eröffnet. Auf einem Areal von rund 700 Quadratmetern wollen dort insgesamt 50 Forschungseinrichtungen und Unternehmen die Technologie für die verschiedensten Einsatzgebiete gemeinsam weiterentwickeln.
Foto: BMWi

Das Innovation Center schaffe eine enge Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft, sagte Rösler. Bei 3D spiele deutsche Technologie eine bedeutende Rolle. "Filme wie 'Avatar' sind ohne Technologie made in Germany nicht denkbar." In Deutschland seien rund 2500 vor allem kleine und mittelständische Unternehmen in 3D engagiert.

Maßgeblicher Betreiber ist das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut. Schwerpunkte solle in den kommenden Jahren vor allem die Senkung der Produktionskosten sein. Derzeit behinderten die hohen Kosten vor allem die Entwicklung von TV-Produktionen in 3D, sagte Ralf Schäfer vom HHI und Leiter des Innovation Centers. Die Forscher wollen auch eine verbesserte Qualität der Bilder erreichen. "Man soll von 3D ja keine Kopfschmerzen bekommen", sagte Schäfer. Mittelfristig solle auch die bislang meist noch erforderliche Brille entfallen.

Auch bessere Methoden, um digitales Filmmaterial nachträglich in 3D zu konvertieren, wollen die Partner entwickeln. Bislang sind solche Konvertierungen in manchen Fällen immens teuer. Die Umrechnung des Films "Titanic" beispielsweise, ohnehin einer der teuersten Filme aller Zeiten, habe pro Minute 93.000 Dollar gekostet, sagte Sebastian Knorr von der Firma Imcube Labs. Begleitend soll das Center auch Plattform für Veranstaltungen rund um das Thema 3D werden, teilten die Betreiber mit.

Die inzwischen 50 Partner, darunter die Deutsche Telekom, Sky Deutschland, Loewe und Dolby, arbeiten bereits seit rund einem Jahr in verschiedenen Arbeitsgruppen zusammen und entwickeln Methoden, dreidimensionale Bilder in der Unterhaltung, aber auch für industrielle Anwendungen und der Medizintechnik weiterzuentwickeln. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefordert. (dpa/tc)