1. Platz - Bodo Deutschmann, Kögel

Innovation ist Trumpf

28.11.2008
Bodo Deutschmann von den Kögel Fahrzeugwerken gewinnt mit einer innovativen Idee in der Kategorie Mittelstand: Ein System für die Fahrzeugortung spart den Mitarbeitern wertvolle Zeit.
Bodo Deutschmann, CIO der Kögel Fahrzeugwerke, belegte beim "CIO des Jahres 2008" in der Kategorie Mittelstand den ersten Platz.
Bodo Deutschmann, CIO der Kögel Fahrzeugwerke, belegte beim "CIO des Jahres 2008" in der Kategorie Mittelstand den ersten Platz.

Bode Deutschmann weiß ganz genau, was die Mitarbeiter bei Kögel Fahrzeugwerke beschäftigt. Ein- bis zweimal im Monat nimmt der IT-Leiter Notizblock und Stift zur Hand und geht durch das Burtenbacher Unternehmen. Dann fragt er in den einzelnen Abteilungen nach, wie die Arbeit in der DV läuft und welche Probleme oder Verbesserungsvorschläge es gibt. So erfährt der 50-jährige Diplom-Elektrotechniker von den Arbeitnehmern etwa, dass sie sich einen schnelleren Kopierer oder einen größeren Bildschirm wünschen. Begehren, die auf den ersten Blick klein und unbedeutend wirken mögen. Häufig machen sie für den Einzelnen allerdings sehr viel aus.

Auch bei der Umsetzung größerer Projekte setzt Deutschmann auf die Nähe zu allen Beteiligten. Als die Planungen für ein europaweites neues Konzept für Fahrzeugortung begannen, saß von Anfang an eine Auswahl von Fahrern mit am Besprechungstisch. "Wir haben ihnen das Konzept vorgestellt, und sie haben uns dann gesagt, was sie daran gut und schlecht finden", so Deutschmann. "Auf diese Weise nimmt man die Beteiligten in die Verpflichtung, ein neues Tool später auch zu verwenden", weiß der IT-Leiter. Seit Juli dieses Jahres setzt Kögel die neuartige Fahrzeugortung ein, und bislang sind die Reaktionen der Mitarbeiter durchweg positiv. "Sie wenden es gern an", sagt Deutschmann. Denn das neue System spart ihnen Zeit und Nerven.

"Wir können schnell reagieren"

CW: Sie sind seit fünf Jahren bei Kögel. Wie war dort die IT 2003?

Deutschmann: Die IT war wie ein Hausmeister: Den letzten beißen die Hunde. Kurz bevor ich kam, wurde dann auch noch der Bereich IT-Organisation aus Kostengründen zerschlagen.

CW: Was haben Sie verändert?

DEUTSCHMANN: Ich habe die Organisation wieder aufgebaut. Aus einem Kuddelmuddel an Systemen haben wir eine Basis geschaffen. Heute sind wir im Unternehmen gefragt, etabliert und geschätzt.

CW: Das klingt nach der idealen IT-Abteilung.

DEUTSCHMANN: Ideal würde ich nicht sagen. Ich sehe noch viele Schwachpunkte. Wir sind sehr klein und haben dadurch beispielsweise im Bereich Dokumentation Handicaps. Aber gerade weil wir so klein sind, können wir auch schnell auf Anforderungen reagieren.

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