Version 9.2

Ingres erneuert seine Open-Source-Datenbank

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Die Open-Source-Datenbank Ingres liegt seit gestern in der neuen Version 9.2 vor.

Das erste Upgrade der Ingres-Datenbank seit mehr als einem Jahr fokussiert sich auf die Verbesserung der Verfügbarkeit, zusätzliche Tools für Entwickler sowie bessere Multi-Language-Unterstützung. Ingres, ursprünglich in den 1970er Jahren an der University of California at Berkeley entwickelt, wird vor allem für OLTP eingesetzt und steht mittlerweile unter der GNU GPL (Version 2); die gleichnamige Open-Source-Firma - ein Spin-off von CA aus dem Jahr 2005 - verdient ihre Geld mit Support-Abonnements.

Eine solche Subskription für Ingres 9.2 mit unter anderem 24/7-Support kostet knapp 8000 Dollar pro CPU (Sockel) und Jahr. Support ist laut Ingres in 20 Sprachen und mehr als 50 Ländern weltweit zu haben. Der Forrester-Analyst Noel Yuhanna bezeichnete Ingres kürzlich als "ausgereiftes, zuverlässiges und hoch leistungsfähiges DBMS, das seit mehr als 20 Jahren existiert". Seit Kollege Curt Monash von Monash Research würde allerdings oft (wenn es nicht nur um OLTP geht) einem Closed-Source-Produkt, etwas aus der Postgres-Familie oder unter Umständen auch MySQL den Vorzug geben. "Eine Legacy-Kundenbasis beweist noch längst nicht, dass ein Produkt heute noch für neue Kunden taugt", sagt der Experte.