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Ingram Micro überrascht positiv

26.04.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der kalifornische IT-Distributor Ingram Micro wies in seinem ersten Geschäftsquartal 2002 einen operativen Gewinn von 13,5 Millionen Dollar oder neun Cent je Aktie aus und übertraf damit die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten (First Call/Thomson Financial) um drei Cent. Das Nettoergebnis fiel jedoch aufgrund hoher Abschreibungen für eine Bilanzierungsänderung negativ aus: Der Verlust beläuft sich auf 265,4 Millionen Dollar oder 1,74 Dollar je Aktie. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum hatte Ingram Micro noch einen Profit von 26,4 Millionen Dollar oder 18 Cent pro Anteilschein verbucht. Der Umsatz des Unternehmens sank im abgelaufenen Berichtszeitraum um 22 Prozent auf 5,62 Milliarden Dollar.

Im zweiten Geschäftsquartal geht Firmenchef Thomas Madden von einer eher mäßigen Nachfrage aus und warnte, dass die Ergebnisse hinter den Prognosen der Analysten zurückbleiben könnten. So erwartet Ingram Micro einen operativen Gewinn von sechs bis neun Millionen Dollar oder vier bis sechs Cent je Aktie bei einem Umsatz von 5,25 bis 5,4 Milliarden Dollar. Die Wallstreet-Experten waren nach einer Umfrage von First Call/Thomson Financial von einem operativen Plus von neun Cent pro Anteilschein ausgegangen. (ka)