19 bis 21 Prozent Wachstum avisiert

Infosys will fünf Milliarden Dollar umsetzen

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Indiens zweitgrößter Software- und Dienstleistungs-Outsourcer Infosys Technologies will im laufenden Geschäftsjahr (Ende: 31. März 2009) seine Erlöse um 19 bis 21 Prozent auf fünf Milliarden Dollar steigern.

Und trotz der Besorgnis um eine Rezession in den USA wies Infosys für das Ende März 2008 abgeschlossene Fiskaljahr Einnahmen von 4,18 Milliarden Dollar aus, was einer Steigerung um 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 1,2 Milliarden Dollar (plus 36 Prozent). Der indische Konzern wuchs damit jedoch um einiges schwächer als im Vorjahr, in dem er Umsatz und Profit noch um 44 respektive 53 Prozent hatte steigern können. Alle Zahlen entsprechen den US-Bilanzierungsregeln GAAP.

In Indien steigen die Personalkosten, die Landeswährung Rupie erstarkt gegenüber dem Dollar und in einigen Bereichen des IT-Marktes in den Vereinigten Staaten wird ein Slow-down erwartet. Infosys glaubt dessen ungeachtet mittel- und längerfristig an weiterhin signifikante Wachstumschancen. Später in diesem Monat melden auch noch die Wettbewerber Wipro und Tata Consultancy Services (TCS) ihre Jahresergebnisse. Der indische Branchenverband NASSCOM geht davon aus, dass die Software- und Services-Exporte des Landes in den zwölf Monaten bis Ende März insgesamt um 28 Prozent auf ein Volumen von 31 Milliarden US-Dollar gestiegen sind.

Infosys stellte im abgeschlossenen Geschäftsjahr 18.946 neue Mitarbeiter ein und beschäftigte zum Stichtag 31. März 91.187 Menschen. Die Personalschwundquote ("Attrition Rate") betrug 13,4 Prozent und lag damit in etwa auf Vorjahresniveau. Auf dem Arbeitsmarkt streitet Infosys sich um geeignetes Personal mit den anderen einheimischen Anbietern und den indischen Niederlassungen multinationaler Dienstleister wie IBM oder Accenture. (tc)