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Informatiker schreiben im Schnitt 49 Bewerbungen

12.05.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - "Die Jobsuchenden erhöhen die Anzahl ihrer Bewerbungen, weil die Transaktionskosten sinken, und hoffen darauf, dass ihre Einstellwahrscheinlichkeit steigt", erklärt Professor Egon Franck von der Universität Zürich. Da sich alle Bewerber an dieses Strickmuster halten, verschwinde der Effekt jedoch wieder. Insgesamt wurde der Bewerbungsmarkt laut Franck durch das Internet nicht effizienter.

Laut einer Umfrage von Berufsstart.de unter 1723 Bewerbern und 352 Unternehmen bewirbt sich eine Person im Durchschnitt insgesamt etwa 45-mal, bis sie einen Job gefunden hat (2001: 12-mal). Informatiker schreiben durchschnittlich sogar 49 Bewerbungen, mehr als die Hälfte davon sind Online-Bewerbungen. Die Informatiker nehmen sich im Schnitt 46 Minuten Zeit, um eine Online-Bewerbung zu schreiben. Die übrigen befragten Bewerber brauchen 53 Minuten.

Die Qualität der Online-Bewerbungen wird aber von jedem zweiten der befragten Unternehmen bemängelt. Der sorglose Umgang mit dem Internet führe zur Fehlerquelle Nummer eins. 66 Prozent der unzureichenden Bewerbungen weisen Mängel auf wie schlechte Formatierung, zu hohes Datenvolumen, schlecht oder gar nicht strukturierte Unterlagen. Zwölf Prozent der Personalverantwortlichen bemängeln außerdem, dass das Netz zu Massenbewerbungen verleite.