ERP

Infor benennt neuen Chef für Zentraleuropa

Vice President Software & SaaS Markets PAC Germany
Der ERP-Anbieter Infor Global Solutions hat Wolfgang Kobek zum Vice President Central Europe ernannt. Kobek löst Josef Eisenkolb ab, der in den Ruhestand wechselt.

Zu den Aufgaben von Wolfgang Kobek gehört das Geschäft mit Neukunden sowie Bestandskunden, und zwar sowohl im direkten als auch indirekten Vertrieb. Kobek berichtet den Europapräsidenten Keith Deane. Seinen Hauptsitz hat Infor Global Solutions in Alpharetta im US-Bundesstaat Georgia.

Kobek kam im Jahr 2002 zur deutschen Niederlassung von Infor. Anfangs leitete er die vom Softwarekonzern geschluckte deutsche ERP-Firma Brain AG. Später wurde er Vice-President Sales für die Emea-Region. Seit 2006 lenkte der Manager eine der unabhängigen Geschäftseinheiten von Infor in Europa.

Wolfgang Kobek ist seit 2002 bei Infor und wird nun Chef für Centraleuropa.
Wolfgang Kobek ist seit 2002 bei Infor und wird nun Chef für Centraleuropa.
Foto: Wolfgang Kobek

Zu den wichtigsten Produkten im europäischen Markt zählen die ERP-Linien "ERP LN" (Baan) und "Infor ERP.COM", die Performance-Management-Lösung "Infor PM" sowie Infor CRM Epiphany. Unlängst hatte der Hersteller mit der Version 7.1 ein Major-Release von Infor ERP.COM freigegeben. Unter anderem soll es Firmen damit leichter fallen, ERP-Funktionen an mehreren Standorten auszurollen.

Infor will vor allem mit Unternehmen aus dem Mittelstand und dem gehobenen Mittelstand ins Geschäft kommen. Das Softwarehaus steht dabei in Wettbewerb mit Branchenriesen wie SAP und Microsoft sowie mit Unternehmen wie beispielsweise Proalpha, IFS und Abas.

Während laut Infor das Neugeschäft mit ERP-Software in Deutschland gut läuft, scheinen nicht alle Bestandskunden zufrieden zu sein. Kritik äußerten unlängst insbesondere die Nutzer der Baan-Software.

Der Softwareanbieter hatte mit "Open SOA" ein Konzept vorgestellt, das vorsieht, sowohl Altprodukte als auch die aktuellen Releases zu erweitern. Dazu zählen unter anderem für Web-basierende Oberflächen, Berichtsfunktionen und Stammdatenverwaltung.

Das Softwareunternehmen gehört der Investment-Gesellschaft Golden Gate Capital. Unklar ist, ob und wann Infor an die Börse geht.