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Infomatec-Prozess: Haftstrafe gegen Ex-Vorstand rechtskräftig

07.04.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das einstige Infomatec-Vorstandsmitglied Alexander Häfele muss wegen Kursbetrugs und Insiderhandels ins Gefängnis. Seine Haftstrafe ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe verwarf in einem am Donnerstag veröffentlichten Beschluss den Revisionsantrag der Verteidiger. Das Landgericht Augsburg hatte Häfele im Mai 2004 zu zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Die Augsburger Richter sahen es als erwiesen an, dass Häfele durch Kursbetrug und Insiderhandel Anleger massiv geschädigt und sich Gewinne in Höhe von rund 15 Millionen Euro verschafft hatte.

Die Pleite des am Neuen Markt notierten Unternehmens war eine der ersten nach dem Aktienboom vor mehr als vier Jahren. Die Infomatec-Aktie war zunächst von 27 Euro auf mehr als 290 Euro gestiegen und dann bis auf vier Cent eingebrochen. Der mitangeklagte Infomatec-Gründer Gerhard Harlos war Ende 2003 nach einem Teilgeständnis zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. (dpa/tc)