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Infineon verringert Nettoverlust

21.01.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Siemens‘ Halbleiterableger Infineon AG hat heute früh seine Zahlen zum ersten Quartal 2002 veröffentlicht. Das Unternehmen weist einen Nettoverlust von 331 Millionen Euro aus. Das bedeutet zwar eine Verbesserung gegenüber dem Fehlbetrag von 523 Millionen Euro aus dem vorhergehenden Dreimonatszeitraum; im Vorjahresquartal blieben unterm Strich allerdings 280 Millionen Euro Gewinn. Das EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) lag bei minus 564 Millionen Euro nach 882 Millionen Euro Verlust im vorhergehenden Quartal und plus 446 Millionen Euro vor Jahresfrist. Die Bruttomarge konnte Infineon von minus 32 Prozent im vierten Quartal 2001 auf nun minus neun Prozent verringern.

Der Quartalsumsatz betrug aktuell 1,03 Milliarden Euro (davon wurden 49 Prozent im Ausland erzielt), das sind fünf Prozent weniger als im Vorquartal und 38 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Als Grund nannte Infineon das schwierige Marktumfeld insbesondere bei drahtgebundener Kommunikation. Bei der mobilen Kommunikation gebe es erste Anzeichen für eine anziehende Nachfrage, die Speicherpreise stiegen wieder. In den Bereichen Automobil- und Industrieelektronik sei die Nachfrage relativ stabil geblieben. (tc)