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Infineon und Micron machen Front gegen Hynix-Subvention

08.11.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Infineon-Chef Ulrich Schumacher und Micron-CEO Steven Appleton haben gestern das Milliarden schwere staatliche Hilfspaket für den angeschlagenen koreanischen Halbleiterhersteller Hynix scharf kritisiert. Die Maßnahme stünde im krassen Gegensatz zu den Prinzipien des freien Marktes, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. Die Regierung Südkoreas würde das hoch verschuldete Unternehmen durch ihre - in den Augen von Schumacher und Appleton wettbewerbswidrige - finanzielle Unterstützung künstlich am Leben erhalten. Die Konzernchefs drängen in dieser Angelegenheit nun mit Nachdruck auf eine Entscheidung der Welthandelsorganisation (WTO).

In der vergangenen Woche hatten sich die zumeist staatlich kontrollierten Gläubigerbanken auf ein Hilfspaket zur Rettung des weltweit drittgrößten Halbleiterherstellers in Höhe von rund sieben Milliarden Dollar verständigt. (Computerwoche online berichtete). Einige Wettbewerber werfen der koreanischen Regierung schon seit längerem vor, Hynix in der Vergangenheit wiederholt vor dem - wie sie meinen - sicheren Bankrott gerettet zu haben.