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Infineon trennt sich von Infrarot-Geschäft

28.06.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der wegen der derzeitigen Flaute am Halbleitermarkt gebeutelte Chipkonzern Infineon wird seine Infrarot-Sparte für rund 120 Millionen Dollar an den amerikanischen Elektrokonzern Vishay Intertechnology Inc. verkaufen. Für 120 Millionen Dollar werden die Amerikaner die Entwicklungs-, Marketing- und Vertriebsaktivitäten in den USA sowie eine Fertigungsstätte in Malaysia übernehmen, teilte das Münchner Unternehmen mit. Der Deal soll bis Ende Juli über die Bühne gehen.

Mit diesem Schritt will Infineon-Chef Ulrich Schumacher sein Unternehmen stärker auf das Kerngeschäft konzentrieren. Im Bereich Kommunikation setze man nun verstärkt auf drahtgebundene Systeme sowie Lokal- und Weitverkehrsnetzwerke und Netzwerkzugang, hieß es.

Im Geschäftsjahr 2000 erwirtschaftete Infineon mit dem Verkauf von Infrarot-Komponenten, die beispielsweise als optische Schnittstellen in Handys oder Laptops fungieren, einen Umsatz von 133 Millionen Dollar. Derzeit sind in diesem Bereich etwa 1200 Mitarbeiter beschäftigt.