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Infineon schließt Chipfertigung in München

23.02.2005
Der Chipkonzern Infineon macht bis Anfang 2007 seine Fertigung in München dicht. Betroffen sind 800 Mitarbeiter, über deren mögliche Weiterbeschäftigung verhandelt wird.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Chipkonzern Infineon macht seine Produktion am Heimatsitz in München dicht. Die Fertigung soll bis Anfang 2007 geschlossen werden. Betroffen sind 800 Mitarbeiter. "Betriebsbedingte Kündigungen können aus heutiger Sicht nicht vermieden werden", sagte ein Infineon-Sprecher. Der Konzern bemühe sich aber um sozialverträgliche Lösungen. Ein Teil der Produktion soll an andere Standorte verlagert werden.

Zur Begründung verwies der Konzern auf veraltete Produktionstechnologien an dem Standort München-Perlach. Zudem sei die Nachfrage nach den dort gefertigten Spezial-Chips für die Telekommunikation und die Autoindustrie gesunken. "Eine weitere Nutzung der Produktionskapazitäten ist wirtschaftlich und technisch nicht sinnvoll."

Der zukunftsfähige Teil der Produktion soll größtenteils nach Regensburg verlagert werden, teilweise auch ins österreichische Villach. "Infineon prüft die Möglichkeit der Weiterbeschäftigung", hieß es zur Zukunft der 800 Arbeitsplätze. Die Gespräche mit dem Betriebsrat hätten bereits begonnen. Infineon hat in den vergangenen Jahren bereits tausende von Arbeitsplätzen abgebaut. (dpa/tc)