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Infineon denkt über Dividende nach

04.08.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Münchner Chip-Hersteller Infineon erwägt, seinen Aktionären im Geschäftsjahr 2004 eine Dividende zu zahlen. Dies deutete Konzernchef Ulrich Schumacher in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" an. Bei seinem Börsengang im Jahr 2000 hatte das Unternehmen eine Ausschüttung noch prinzipiell ausgeschlossen. Seitdem, so Schumacher habe sich in der Branche jedoch einiges geändert. Im ausklingenden Fiskaljahr sei eine Dividendenzahlung aber noch kein Thema.

Was das Geschäft anbelangt, kann der Infineon-Chef nach eigenen Angaben eindeutig positive Signale feststellen. Die Zahlen zeigten es, die Kunden sagten es, das Umfeld und die Analysten bestätigten es. Zudem stiegen die Speicherpreise seit einigen Wochen kontinuierlich, parallel gingen Infineons Kosten zurück, so Schumacher. Für eine entgültige Entwarnung sei es jedoch noch zu früh.

Obwohl der Wert der Infineon-Aktie in diesem Jahr bereits um 66 Prozent zugelegt hat, sieht der Topmanager weiteres Kurspotenzial - relativ zum Markt zumindest. Wenn sich die Welt normalisiere, sei der Ausgabepreis von 35 Euro allemal erreichbar, sagte der CEO der Siemens-Tochter. Dies könne aber natürlich nicht in sechs bis neun Monaten geschehen. Am heutigen Montag machte die Aktie bereits einen kleinen Anfang: Wegen des positiven Ausblicks stieg der Kurs bis elf Uhr vormittags von 11,50 auf knapp zwölf Euro. (mb)