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Industrie-Initiative für Mobile-Linux-Standard

16.06.2006
Der bereits dritte Zusammenschluss von Handyanbietern soll eine marktbeherrschende Stellung von Symbian und Microsoft verhindern.

Die Handyhersteller Motorola, Samsung, NEC und Panasonic Mobile Communications sowie die Netzbetreiber Vodafone und NTT DoCoMo haben sich zusammengetan, um eine offene, Linux-basierende Softwareplattform für Mobiltelefone zu schaffen. Sie wollen eine Spezifikation für die Anwendungsentwicklungs-Schnittstelle (API), eine Referenzarchitektur und modellhaften Quellcode entwickeln. Dafür soll es eine Testsuite geben, mit der Entwickler die Konformität ihrer Anwendungen überprüfen können. Die sechs Initiatoren wollen auch ihr Marketing aufeinander abstimmen, um ihren Linux-Handy-Standard populär zu machen.

Die Initiative könnte dazu beitragen, die bisherige Fragmentierung im Mobile-Linux-Markt zu überwinden. Linux-Handys sind bisher nur in China in größerer Zahl verbreitet; in Europa gibt es erste Angebote. Aber jeder Hersteller arbeitet mit einer eigenen Architektur. Das macht es anderen Entwicklern schwer, mit vertretbarem Aufwand Anwendungen für diese Mobiltelefone zu schreiben und zu vermarkten, die sich für viele Geräte dieser Klasse eignen. Aus diesem Grund haben Linux-Handys bisher eine schlechtere Ausgangsposition als die marktbeherrschenden Systeme von Symbian und Microsoft.

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