Mit Quadcore-CPU und Android Lollipop

Indiens günstigstes Smartphone wird für gut 3 Euro verkauft

17.02.2016
Das günstigste Smartphone Indiens soll für umgerechnet 3,28 Euro auf den Markt kommen. Möglich wird das offenbar dank zahlreicher Subventionen.

Die junge indische Firma Ringing Bells warb am Dienstag in Zeitungen für das Modell Freedom 251, das mit einem vier Zoll großen Display (qHD-Auflösung) und zwei Kameras (3,2 und 0,3 Megapixel) ausgestattet ist. Das Smartphone besitzt einen 1,3-Ghz-Quadcore-Prozessor, 1 RAM und 8GB internen Speicher (per MicroSD-Karte erweiterbar). Es läuft mit dem Google-Betriebssystem Android 5.1.

Mehrere Initiativen der indischen Regierung wie "Make in India" und "Digital India" unterstützen die Markteinführung. Wie hoch die Zuschüsse sind, war zunächst unklar. Es soll aber keine Vertragsbindung an einen Mobilfunk-Anbieter geben. Auf dem Smartphone sind einige Apps vorstalliert, die besonders nützlich für Frauen, Farmer und Fischer sind. Außerdem befinden sich Anwendungen wie Google Play, Facebook, WhatsApp oder YouTube auf dem Gerät.

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Der Smartphone-Markt in dem aufstrebenden Schwellenland boomt derzeit. Nach Zahlen der Marktforscher von Counterpoint Research überholte Indien jüngst die USA und hat damit nun nach China den zweitgrößten Smartphone-Markt der Welt. Im vergangenen Jahr seien mehr als 100 Millionen Geräte verkauft worden. Noch ist der Markt aber kaum gesättigt: Nur rund 220 Millionen der etwa 1,3 Milliarden Menschen auf dem Subkontinent haben solch ein Computer-Handy. Nach wie vor werden mehr einfache Mobiltelefone als Smartphones verkauft.

Viele Inder sind extrem preisbewusst und greifen auch bei Smartphones zu günstigen Modellen, gerne von indischen Herstellern. Doch das Billigste wird oft ebenfalls verschmäht - das zeigt sich etwa an den extrem schleppenden Verkäufen des Kleinwagen Tata Nano. Auch die Verkäufe des Tablets Aakash, das als das günstigste auf der Welt angepriesen wurde, blieben weit hinter den Erwartungen zurück, weil die Nutzer mit den Möglichkeiten des Geräts nicht zufrieden waren. (dpa/mb)