Interimsmanagement

In kurzer Zeit das Beste erreichen

Freier Journalist in Berlin
Interimsmanagement braucht Top-Experten, die auf eine persönliche Erfolgsgeschichte in Leitungsfunktionen bei großen Industrie- oder Dienstleistungsunternehmen setzen können. Wilfried Lyhs ist ein solcher Interimsmanager mit mehr als 20 Jahren Managementerfahrung. Er skizziert Motivation und Anforderungen für diese Top-Dienstleistung.

CW: Welches ist die Motivation, eine Position als Interimsmanager anzunehmen?

LYHS: Es motiviert den Interimsmanager, dass er sein Know-how gezielt bei einem Kunden einsetzen und durch seinen engagierten Einsatz kurzfristig nachhaltige Erfolge im Unternehmen erzielen kann. An der klassischen Karriereleiter vorbei kann er kurzfristig Ergebnisverantwortung für einen klar abgegrenzten Bereich oder ein Projekt übernehmen. In Abstimmung mit dem Vermittler kann auch ein Wechsel des Interimsmanagers in eine Festanstellung erfolgen (in 10-15 Prozent der Mandate).

Wilfried Lyhs hat mehr als 20 Jahre Managementerfahrung - davon sieben Jahre als CIO eines internationalen Unternehmens (hier im Bild auf der Gala zum "CIO des Jahres 2014" mit seiner Frau).
Wilfried Lyhs hat mehr als 20 Jahre Managementerfahrung - davon sieben Jahre als CIO eines internationalen Unternehmens (hier im Bild auf der Gala zum "CIO des Jahres 2014" mit seiner Frau).

CW: Welches sind die hauptsächlichen Anforderungen des Kundenunternehmens an den Interimsmanager?

LYHS: Das Unternehmen fordert schnelle Verfügbarkeit, schnelle Umsetzung und schnelles Entschwinden, nachdem das Problem behoben ist. Der Interimsmanager hat die Aufgabe, sich rasch in die Organisation des Auftraggebers zu integrieren und mit den Insuffizienzen der Organisation kurzfristig das Beste zu erreichen.

CW: Was zählt zu den besonderen Stärken des Interimsmanagers?

LYHS: Vorbei an den informellen Strukturen des Unternehmens kann der Interimsmanager freier agieren als ein Interner. Er ist ein "Macher": `Interimsmanager wollen umsetzen; wollten sie analysieren, wären sie Berater geworden`, heißt es gelegentlich. Der Interimsmanager muss das Vertrauen der Mitarbeiter, die ihn unterstützen sollen, kurzfristig gewinnen können. Sowohl auf fachlicher als auch auf menschlicher Ebene muss er sein Umfeld überzeugen und es gleichzeitig so organisieren, dass der Erfolg seiner Mission gesichert wird.

Interimsmanager sind Macher, sie wollen umsetzen, nicht analysieren.
Interimsmanager sind Macher, sie wollen umsetzen, nicht analysieren.
Foto: flairimages - Fotolia.com

CW: Wie tiefgehende Branchen-Expertise ist beim Interimsmanagement nötig?

LYHS: Der Interimsmanager muss in seinem Mandat bestehende Prozesse nutzen. Hat er eine detaillierte Vorstellung davon, wie die Branche arbeitet, wird ihm die Einarbeitung leichter fallen. Gerade der Interimsmanager in der IT sollte verschiedene Geschäftsbereiche des Unternehmens und insbesondere den des Kernbereiches kennen, um erfolgreich arbeiten zu können.

CW: Welche Vorteile beim Interimsmanagement hat der Auftraggeber, welche der Interimsmanager?

LYHS: Das Unternehmen hat die Möglichkeit, sehr kurzfristig einen Manager mit der Lösung seines Problems betrauen zu können. Arbeitet er mit einem der großen Vermittler von Interimsmanagern zusammen, dann kann er meist aus einer Vielzahl von Managern den auswählen, der seine Anforderungen am besten abdeckt. Das Unternehmen kann sich je nach Vertrag recht kurzfristig - aus welchen Gründen auch immer - vom Interimsmanager trennen, was einen deutlichen Vorteil im Vergleich zu einer Festanstellung oder einem Zeitvertrag darstellt. Der Interimsmanager übernimmt interessante und fordernde Aufgaben abseits vom täglichen Geschäft in der Linie und kann sein Wissen und seine Erfahrungen weiter bereichern.

Link: Dr. Wilfried Lyhs

Dieser Artikel stammt aus dem IT Job Magazin.