iPhone und iPad dominieren

Immer mehr Unternehmen setzen auf Enterprise-Apps

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Zunehmend mehr Unternehmen erreichen den nächsten Reifegrad in Sachen Enterprise Mobility: Nach der Implementierung von etablierten mobilen Anwendungen konzentrieren sie sich nun darum, mit Hilfe von speziellen Enterprise-Apps die Zusammenarbeit und Produktivität sowie das Engagement ihrer Mitarbeiter zu stärken.
Mit der Ausarbeitung einer echten Mobility-Strategie spielen Apps eine zunehmend wichtige Rolle.
Mit der Ausarbeitung einer echten Mobility-Strategie spielen Apps eine zunehmend wichtige Rolle.
Foto: Pekchar, Fotolia.com

Als Resultat dieses Trends konnte Good Technology im vierten Quartal 2013 bei seinen Kunden eine 54-prozentige Steigerung aller Aktivierungen von Unternehmensanwendungen im Vergleich zum Vorquartal feststellen, im Quartal davor betrug der sequenzielle Anstieg nur 43 Prozent - was ebenfalls schon ein guter Wert ist. Zu den häufigsten Apps, die auf Tablets und Smartphones aktiviert wurden, gehören laut "Good Mobility Index Report" Anwendungen zur Dokumentenbearbeitung, Apps für den Datenzugriff sowie speziell für das Unternehmen entwickelte Apps. Diese drei Bereiche machten dem EMM-Spezialisten zufolge zusammen 63 Prozent aller Unternehmens-Apps aus, die im vierten Quartal 2013 aktiviert wurden.

Die registrierte Rangfolge passt laut Good zu der Entwicklung, die Unternehmen beim Einsatz mobiler Apps machen: Sie beginnen zunächst mit Textbearbeitungslösungen und ähnlichem. Wurde dann eine Mobile-Strategie erstellt und Pläne ausgearbeitet, um Vorteile aus der Nutzung von mobilen Endgeräten durch ihre Mitarbeiter zu ziehen, wenden sie sich dann aber anspruchsvolleren Themen zu. Dabei geraten Apps zum Zugriff auf Dokumente oder angepasste Lösungen schnell in den Fokus, weitere zunehmend wichtige Kategorien sind BI- und Social-Media-Apps sowie sichere Browser.

Good zufolge verbuchten diese drei Themen in dem Report das größte Wachstum, während Office-Suites nach wie vor zu die führende Kategorie der Enterprise-Apps bilden. Gleichzeitig scheinen sich mehr und mehr Unternehmen nicht mehr mit Software von der Stange zufrieden zugeben - die Zahl eigenentwickelter Enterprise-Apps ist im Vergleich zum Vorquartal um erstaunliche 55 Prozent gestiegen, im Quartal zuvor verzeichnete Good bereits ein Wachstum von 52 Prozent.

iOS-Geräte dominieren im Enterprise

Anteile der Aktivierungen nach Plattform
Anteile der Aktivierungen nach Plattform
Foto: Good Technology

Bei den Erhebungen bestätigte Good auch die dominante Position von iOS-Geräten im Unternehmensumfeld: Im Schlussquartal machten iPhones 54 Prozent aller Geräteaktivierungen aus, wobei es sicherlich eine Rolle spielte, dass zum Ende des dritten Quartals 2013 zwei neue iPhone-Modelle auf den Markt kamen. Der Anteil an Android-Aktivierungen in diesem Zeitraum sank indes auf 26 Prozent, während Windows Phone bei ein Prozent stagnierte. iOS-Tablets, also iPads, sind auch nicht mehr sooo gefragt - der Anteil bei den gesamten Aktivierungen sank von 22 auf 19 Prozent. Die Apple-Geräte sind jedoch die Unternehmens-Tablets schlechthin, auf Android-Tablets entfielen laut Good-Bericht über das ganze Jahr hinweg zwei Prozent der Aktivierungen.

Anteile der Aktivierungen nach Gerätetyp
Anteile der Aktivierungen nach Gerätetyp
Foto: Good Technology

Blackberry-Aktivierungen werden in dem Report nicht erfasst, da die Geräte von der Good-Lösung nicht unterstützt werden, sondern nur über den Blackberry Enterprise Service verwaltet werden können. Der EMM-Spezialist glaubt aber anhand des konstant steigenden Aktivierungsniveaus im vergangenen Jahr zu erkennen, dass sich immer mehr Unternehmen gegen Blackberrys entscheiden.

Grundlage für den vierteljährlich erscheinenden Report sind Erhebungen bei den weltweit über 5000 Kunden, die die Good Dynamics Secure Mobility Platform zur Verwaltung ihrer mobilen Endgeräte nutzt. Leider werden dabei keine Unterschiede zwischen den einzelnen Regionen gemacht.