Im Outsourcing-Markt sind bald nur noch Standardservices zu beziehen

09.05.2006
IT-Dienstleister, die Erfolg haben wollen, müssen ihre Leistungen möglichst rationell anbieten. Für Kunden muss das kein Nachteil sein.

Anbieter von Outsourcing-Services werden ihre Dienstleistungen künftig vermehrt in standardisierter Form anbieten. Von diesem Schritt erhoffen sie sich, in einem schärfer werdenden Wettbewerb, in dem Billiganbieter aus Offshore-Regionen eine zunehmend bedeutende Rolle spielen, profitabler zu wirtschaften. Das prophezeien die Analysten von Gartner, die sich den Markt näher angesehen haben (siehe: Offshore-Trend erreicht Europa).

Vice President Jim Longwood ist sich sicher, dass die schwindenden Margen auf den lokalen und globalen Märkten Dienstleister davon abhalten werden, individualisierte Services anzubieten, die kaum Skaleneffekte zulassen. "Service-Provider werden ihre Betriebskosten senken, indem sie Prozessstandardisierung, Automatisierung, Utility-Angebote und Remote Management betonen", sagt Longwood. Auf diesem Weg ließen sich die Kosten senken und der Profit - zumindest auf kurze Sicht - steigern. Mittelfristig seien aber geringere Gewinnmargen unausweichlich.

Wie Anwender profitieren können

Dem Kundenbedürfnis kommt das laut Gartner auf lange Sicht entgegen. Sie verlangten auf Dauer keine kundenindividuell angepassten IT-Umgebungen, sondern eine vielfach bewährte Infrastruktur mit Anwendungen und Prozessen, die auf offenen Standards wie BS 15000 basierten. Nach Verbrauch abgerechnete Leistungen (Utility Computing) - etwa Rechenkapazität, Speicherplatz oder Anwendungsnutzung - gewinnen den Marktforschern zufolge dabei an Bedeutung.

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