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Ilog profitiert vom US-Geschäft

23.01.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Dem französischen Softwarehaus Ilog SA gelang es im zweiten Geschäftsquartal 2003/2004 (Ende: 31. Dezember), mit zwei (US-)Cent pro Aktie wieder einen kleinen Nettogewinn auszuweisen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte das in Paris ansässige Unternehmen noch einen Fehlbetrag von sieben Cent je Anteil verbucht. Die Einnahmen erhöhten sich gleichzeitig von 22,5 Millionen auf 25,6 Millionen Dollar. Im laufenden dritten Geschäftsquartal erwartet das Management einen Umsatz zwischen 25 und 28 Millionen Dollar. Das Ergebnis pro Aktie soll zwischen minus fünf und plus acht Cent liegen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatten die Franzosen einen Profit von 21 Cent je Aktie bei 27,2 Millionen Dollar Umsatz erzielt. Das Unternehmen erklärte, man bleibe wegen der anhaltenden Investitionszurückhaltung in Europa vorsichtig. Daneben belasteten die signifikant gesunkenen Vorauszahlungen eines

großen ISVs und der Einflusses des starken Euros die Profitabilität des Unternehmens.

Trotz des starken Euros sei es Ilog gelungen, seine Profitabilität über das Jahr hinweg zu verbessern, stellte CEO Pierre Harem erfreut fest. Die Softwareschmiede habe dabei insbesondere von der einsetzenden Erholung der US-Wirtschaft profitiert und jenseits des großen Teichs ausgezeichnete Geschäfte gemacht. Den Angaben zufolge stiegen die US-Einnahmen gegenüber dem Vorjahresquartal um 23 Prozent. In Europa nahmen die Einnahmen in Dollar gerechnet zwar um fünf Prozent zu, bei stabilem Wechselkurs hätte Ilog jedoch einen Rückgang um elf Prozent verbucht. Der Umsatz im asiatisch-pazifischen Raum habe sich im Jahresvergleich kaum verändert, so das Unternehmen.

Die Franzosen verdienen ihr Geld unter anderem mit der Software "Ilog JRules", mit deren Hilfe Geschäftslogik regelbasiert festgeschrieben und in Internet- oder traditionelle Business-Applikationen integriert werden kann. (mb)