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ILM-Lösung für britsches Bahnprojekt

25.04.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Rail Settlement Plan (RSP) hat ein großes Aufgabenfeld zu bewältigen: Das zum britischen Verband der Bahnbetreiber Atoc (Association of Train Operating Companies) gehörige Unternehmen ist verantwortlich für die Abwicklung ausgelagerter IT-Service-Verträge für sämtliche Fahrkarten, für die Ticket-Ausgabesysteme und den Informationsfluss sowie die Umsatzverteilung und Ertragsabrechnung zwischen den Bahnbetreibern. Vor allem Bestätigung und Zuordnung der verkauften Tickets - insgesamt rund eine Million pro Tag - stellen eine große Herausforderung dar.

Um diese Aufgabe zu bewältigen, beauftragte RSP den IT-Dienstleister Atos Origin mit der Entwicklung einer Lösung für die Bearbeitung und Zuordnung der Umsätze (jährlich 7,8 Milliarden Dollar). Das auf den Namen "Lennon Program" (Latest Earnings Networked Over Night) getaufte System verarbeitet die Informationen zu den Bahnticketverkäufen und ordnet den einzelnen Bahnbetreibern die darüber erzielten Tagesumsätze innerhalb von 24 Stunden zu.

Da das dabei anfallende Datenvolumen mit einem herkömmlichen Data-Warehouse-Management-Ansatz nicht zu bewältigen war, erweiterte Atos Origin seinen bestehenden Service um das "Sand Extensible Warehouse". Die Vorteile: In der Regel werden nur knapp 30 Prozent der im Data Warehouse befindlichen Daten aktiv genutzt. Die jeweils inaktiven Daten werden künftig in einem stark komprimierten Archivspeicher ("Sand Searchable Archive") mit einem Fassungsvermögen von lediglich 700 Gigabyte vorgehalten, der das bisherige, 14 Terabyte große RSP-Archiv ablöst. Auf diese Weise lässt sich der Platzbedarf im Data Warehouse reduzieren.

Darüber hinaus soll Sands "Analytic Server" die effiziente Durchführung anspruchsvoller Analysen bei gleichzeitiger Entlastung des Data Warehouse ermöglichen. (kf)